Feuerwehranwärter absolvieren 24-Stunden-Übung - "Einsätze" gut gemeistert
Alarme am laufenden Band

Lokales
Wernberg-Köblitz
06.05.2013
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Die 24-Stunden-Übung, die die Feuerwehranwärter der Feuerwehr Wernberg bewältigten, zählt für die Jugendlichen sicherlich zu den Highlights in ihrer Ausbildung. Die vielen Aktionen, gepaart mit Sport und Spiel, Theorie und Praxis, forderten die acht Jugendlichen sehr - doch alle hatten auch ihren Spaß.

Die Jugendlichen sollten erleben, wie der Alltag eines Berufsfeuerwehrmannes aussehen könnte. Am Samstagmorgen traf man sich zunächst im Feuerwehrhaus. Nach einer kurzen Begrüßung durch Jugendleiter Hans Ebenburger und Kommandant Dieter Schweiger stand zuerst einmal Dienstsport auf dem Programm. Danach ging's zum Unterricht - feuerwehrtechnische Kenntnisse sollten aufgefrischt werden.

Doch kaum hatte der Unterricht begonnen, wurden die jungen Feuerwehranwärter zur ersten Alarmierung gerufen: "Zimmerbrand auf dem Fischerbügel" hieß es. Nun war Ortskenntnis gefragt, anhand von Kartenmaterial lokalisierten die Jugendlichen den Einsatzort und fuhren - begleitet von erwachsenen Helfern - zur Einsatzstelle. Dort angekommen, stellte man fest, dass es sich um einen Fehlalarm handelte, so dass die Jugendlichen zum Feuerwehrhaus zurückkehren konnten.

Doch kaum dort eingetroffen, erfolgte bereits die nächste Alarmierung. Diesmal stand eine Ölspurbeseitigung mit Straßenreinigung im Gewerbering Süd auf dem Programm. Wie bei einem echten Einsatz sicherten die Feuerwehranwärter zunächst die Straße ab, kehrten dann die Straße mit Ölbindemittel ab, um das Öl (Speiseöl) ordentlich zu binden und reinigten im Anschluss die Straße. Nach dieser Kraftübung gabs erst mal eine Stärkung.

Lange Leitung bauen

Nach der Mittagspause stand eine praktische Löschübung mit dem Feuertrainer auf dem Programm und danach war Gerätekunde angesetzt. Für den Nachmittag stand für die Jugendlichen dann außerdem noch eine Runde Dienstsport sowie Gerätepflege an. Außerdem wurden sie von einer weiteren Alarmierung überrascht. Diesmal ging es ins Schilterbachtal zum Löschen eines Waldbrandes. Es musste eine lange Wasserförderstrecke aufgebaut werden. Hierbei war auch Kreisbrandmeister Willi Duschner anwesend, der aufmerksam das Können der Feuerwehranwärter beobachtete. Nach dieser Alarmierung stand eine geplante Funkübung auf dem Programm. Doch auch hier wurde das Reaktionsvermögen und schnelle Umdenken der Feuerwehranwärter wieder gefordert, denn eine weitere unangekündigte Alarmierung zu einem Brand auf dem Sportplatz forderte ein rasches Handeln - das neue Szenario musste blitzschnell analysiert und die notwendigen Schritte eingeleitet werden.

Aber auch diese Herausforderung meisterten die jungen Feuerwehrmänner sehr gekonnt. Etwas müde und hungrig ging's dann zurück ins Feuerwehrhaus, wo man sich bei Pizza und Getränken, gestiftet von der Familie Sautter, erst einmal stärkte. Nach dem Abendessen war Freizeit angesagt, alte Videofilme aus dem Vereinsarchiv sorgten für Unterhaltung. Um 22.30 Uhr war den Bettruhe angesagt - doch nur kurz, denn eine weitere unangekündigte Einsatzalarmierung rief die Feuerwehranwärter zu einer Suchaktion. Mit der Wärmebildkamera mussten sie in der Dunkelheit eine "verletzte" Person ausfindig machen. Und kurz nach Mitternacht galt es dann auch noch einen Hubschrauberlandeplatz auszuleuchten.
Nach diesem Nachteinsatz betteten die Jugendlichen sich gerne auf ihrem Matratzenlager im Feuerwehrhaus zur Ruhe. Doch es sollte eine kurze Nacht bleiben, denn kurz nach 6 Uhr gab es noch einmal eine Brandalarmierung - ein brennender Papiereimer musste gelöscht werden. Zum Ende der 24-Stunden-Übung sprach Jugendleiter Hans Ebenburger den Feuerwehranwärtern großes Lob aus: "Ihr habt die Alarmübungen sehr gut gemeistert, habt sehr viel gelernt und ein äußerst kameradschaftliches Verhalten gezeigt".
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