10.11.2017 - 20:00 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Bayernwerk informiert Bürgermeister Elektroautos aufladen

E-Mobilität ist ein Begriff, der auch die Bürgermeister im Landkreis Schwandorf zunehmend interessiert. Bei einer Zusammenkunft der Rathauschefs führte Daniel Pangerl vom Bayernwerk in die Thematik ein.

Das Auto an der Ladesäule: An diesen Anblick wird man sich auch im Landkreis Schwandorf zunehmend gewöhnen müssen. Bild: exb
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Bei der Kreisversammlung des Gemeindetags im Landgasthof Burkhard ging es zum einen um das Ausscheiden von Georg Butz aus dem Vorstand (wir berichteten), zum anderen um E-Mobilität. Elektromobilität bezeichnet das Nutzen von Elektrofahrzeugen. Der Begriff wird vielfach auch für Programme verwendet, die das Nutzen von Elektrokraftfahrzeugen fördern. Das Bayernwerk hat mit Daniel Pangerl von der Abteilung "Kommunen und Kooperationen" jemanden, der kompetent über das Thema reden kann. "Kein Auto ist uns fremd: Es gibt Ladelösungen für alle Modelle und Stecker", versicherte Pangerl.

In Europa wurde das Typ-2-Stecksystem und das Combined Charging System (CCS) mit seinen lokal unterschiedlich leistungsfähigen Wechsel- und Gleichstromladepunkten standardisiert. Die technischen Vorgaben neu zu errichtender öffentlicher Ladepunkte werden in Deutschland seit März 2016 durch die Ladesäulen-Verordnung reguliert. Praktisch alle Elektroautos können mit einem entsprechenden Adapterkabel an jeder Steckdose aufgeladen werden.

Die Ladegeschwindigkeit ist vor allem von der Leistung des Ladegerätes abhängig. Während der Ladevorgang bei einem herkömmlichen Haushaltsanschluss mit 3,3 kW bei einem Elektrofahrzeug mit einer Batterie von etwa 20 kWh sechs bis acht Stunden dauert, so reduziert ein 10-kW-Anschluss die Ladezeit auf zwei bis drei Stunden. Deutlich schnellere Ladezeiten sind mit Schnellladeeinrichtungen möglich: Bei 50 kW ist ein Elektrofahrzeug in 30 Minuten geladen, bei den in Entwicklung befindlichen 100-kW-Anschlüssen in 15 Minuten.

In Japan wurde ein Steckersystem für das CHAdeMO-Schnellladesystem mit Gleichstrom und bis zu 62,5 kW entwickelt. Da dieser Ladeanschluss an vielen erhältlichen Elektroautos (Nissan Leaf, Mitsubishi i-MiEV) vorhanden ist, wurde diese Ladestruktur ausgebaut. Tesla Motors betreibt mit den Superchargern ein eigenes Schnellladesystem mit bis zu 135 kW. Das Ladesystem ist nur für Tesla-Fahrzeuge nutzbar.

Nicht jedes Modell ist dafür ausgelegt, mit hoher Leistung geladen zu werden. Ein BMW i3 zum Beispiel kann nur maximal 11 kW Leistung im AC-Bereich verarbeiten, ein Renault Zoe hingegen bis zu 22 kW. "Die Ladezeit hängt also nicht nur von der Ladestation ab, sondern auch von der Größe und Ladeleistung des Akkus", so der Experte. Pangerl informierte über die staatliche Förderung von Ladesäulen. "Planung und Betrieb sind davon ausgeschlossen", machte er deutlich. Im zweiten nationalen Förder-Aufruf werden bis zu 13 000 Ladepunkte gefördert

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