05.07.2017 - 20:00 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Verbesserungsbeitragssätze beschlossen Zahlen liegen auf dem Tisch

Jetzt geht es ans Zahlen. Ein Hausbesitzer mit einer Grundstücksfläche von 1000 Quadratmetern und einer Geschoßfläche von 250 Quadratmetern muss 1407,50 Euro entrichten. Die Daten stammen aus dem Wasserzweckverband.

Die Zweckverbandsräte, unter ihnen der Bürgermeister von Wernberg-Köblitz, Georg Butz (links), beim Studium der Unterlagen. Bild: seb
von Autor SEBProfil

Wernberg-Köblitz/Kemnath am Buchberg. Der Verbandsrat des Wasserzweckverbands Neunaigen/Kemnath legte in seiner Sitzung die Verbesserungsbeitragssätze zum Bau der Wasserversorgungseinrichtung einstimmig fest. Danach beträgt der Grundstücksflächenbeitrag 0,39 Euro pro Quadratmeter und der Geschoßflächenbeitrag 4,07 Euro pro Quadratmeter. Grundlage für die Berechnung dieser Beitragssätze bilden 90 Prozent der Gesamtkosten der Baumaßnahme, nämlich 900 000 Euro.

Nachdem die Größe der beitragspflichtigen Grundstücks- und Geschoßflächen den einzelnen Haushalten bereits zugegangen sind, können die Verbesserungsbeiträge von jedem errechnet werden. Verbandsrat Georg Schlögl zeigte dies an einem Beispiel auf.

So muss ein Hausbesitzer mit einer Grundstücksfläche von 1000 Quadratmetern und einer Geschoßfläche von 250 Quadratmetern genau 1407,50 Euro an Verbesserungsbeiträgen entrichten. Diese Zahlen seien belastbar, versicherte Schlögl. Die Kalkulation der Beitragssätze wurde auf der Basis folgender Zahlen errechnet: Gesamtkosten der Baumaßnahme beträgt eine Million Euro, der Verbesserungsbeitragsanteil liegt bei 90 Prozent, das entspricht 900 000 Euro. Auf die Grundstücksflächen werden 25 Prozent der Summe, auf die Geschoßflächen 75 Prozent umgelegt. Gemäß diesen Vorgaben errechnen sich die Verbesserungsbeiträge, wobei die Gesamtgrundstücksflächen 585 000 und Gesamtgeschoßflächen 166 000 Quadratmeter ausmachen. Bekanntlich verzögerte sich der Neubau des Wasserwerks durch Einsprüche von Teilen der Bevölkerung (darüber wurde ausführlich berichtet). Da aber ein Bürgerentscheid rechtmäßig abgelehnt wurde, seien inzwischen die Baumaßnahmen angelaufen und verschiedene Aufträge an die günstigsten Bieter vergeben worden, berichtete Zweckverbandsvorsitzender Vitus Bauer.

Auftrag vergeben

Auf der Tagesordnung stand auch noch die Vergabe der Planungsarbeiten zur Erneuerung der Wasserleitung in der Kreisstraße SAD 25, Ortsdurchfahrt Neunaigen, im Zuge des Straßenneubaus. Den Auftrag erhielt ein Ingenieurbüro aus Grafenwöhr mit Kosten von 21 500 Euro. Da diese Wasserleitung schon knapp 60 Jahre alt sei und schon mehrmals Wasserrohrbrüche behoben werden mussten, sei eine Erneuerung im Rahmen des Straßenneubaus aus Kosten-gründen empfehlenswert, begründete Bauer diese Maßnahme. Die Versammlung stimmte dem Vorhaben mit einem 11:0 Votum zu. Baubeginn ist im Frühjahr 2018.

Brandschutz in Mertenberg

An die Probleme beim Brandschutz in der Ortschaft Mertenberg erinnerte nochmals Stadtrat Josef Werner. Offensichtlich ist der Wasserdruck im Hydranten zu gering und der Löschwasservorrat nur ein Provisorium. Dazu schlug Bürgermeister Sepp Reindl vor, die Angelegenheit zusammen mit einem kompetenten Ingenieurbüro, dem Zweckverband und der Kommune in nächster Zeit anzugehen.

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