27.04.2013 - 00:00 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Wenn Wärmeschutz an Häusern zur Grenzproblematik führt - Grundsatzentscheidung im Marktrat Die Überbauung tolerieren?

Es sind nur einige Zentimeter, doch der Bauausschuss möchte keinen Präzedenzfall schaffen. Wie soll verfahren werden, wenn Bürger ihre Häuser mit Wärmedämmplatten verstärken und dabei öffentlichen Grund überbauen? Darüber soll der Marktrat eine Grundsatzentscheidung treffen.

von Claudia Völkl Kontakt Profil

Franz Wilhelm, wohnhaft im Kellerweg, möchte in Zeiten steigender Energiepreise sein Haus dämmen und 16 Zentimeter Vollwärmeschutz aufbringen. Allerdings steht sein Haus so nah an der Straße, dass er öffentlichen Grund überbauen würde. "Das wird öfter vorkommen", kommentierte Bürgermeister Georg Butz den Trend der Zeit. Marktrat Erwin Hartinger hatte nichts gegen den löblichen Gedanken der Energieeinsparung einzuwenden, wollte sich die entstehende Situation aber gerne vor Ort anschauen. Für Theo Büchner überflüssig. 16 Zentimeter werden aufgetragen. "Entweder wir genehmigen das oder nicht". "Sind wir generell bereit, solche Überbauungen hinzunehmen?" stellte Gerhard Bäumler doch eine gewisse Tragweite der Entscheidung heraus. Das Gremium kam überein, das Thema im Gesamtplenum zu behandeln und eine Grundsatzentscheidung zu fassen.

Auf dem Verwaltungsweg weitergeleitet wurden folgende Anträge: Susanne und Markus Lux, Wohnhausneubau mit Doppelgarage Am Fischerbügel 20; Matthias Farchmin, Diebrunn, Treppenanbau mit Dachgaube, Hackschnitzellager, Terrasse und Balkonerweiterung; Elisabeth und Axel Römisch, Neubau eines Wohnhauses mit Garage Am Fischerbügel 11; Josef Klinger, Feistelberg, Erweiterung des Schweinemaststalls; Friedrich und Dorothea Thalhofer, Feistelholzstraße 80, Errichtung von Quergiebeln/Zwerchgiebeln am Wohnhaus und Teilausbau des Dachgeschosses; Brigitta Wagner, Bayernstraße 21, Dachgauben und Dachgeschossausbau; Hildegart Winkelmann, Am Anger 1, Dachgaube und Balkon am bestehenden Wohnhaus; Errichtung von Brutplätzen für die Uferschwalbe bei der Kläranlage. Bauherr ist die Marktgemeinde, Initiator Zeno Bäumler.

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