Armbrustschützen ermitteln ihren Schützenkönig
Jugend trumpft auf

Der neue Schützenkönig der Wernberger Armbrustschützen heißt Jonathan Schmid (Mitte). Bild: bnr
Sport
Wernberg-Köblitz
04.07.2017
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In einem spannenden Wettkampf ermittelte die Armbrustschützengilde Wernberg-Köblitz ihren Schützenkönig. Wieder einmal schossen sich die jungen Schützen auf die vorderen Plätze.

(bnr) Heftige Windböen und kurze Regenschauer waren die ständigen Begleiter beim Schießen um die Königswürde. Trotz einiger Unterbrechungen lieferten sich die Schützen einen fairen Wettkampf.

Das Königsschießen der Armbrustschützen unterliegt besonderen Regeln. Dies beginnt schon bei der Auswahl des Zieles in Form eines Adlers. Das mannshohe Ziel auf dem 30 Meter hohen Vogelbaum wirkt in der Höhe wesentlich kleiner als am Boden. Dazu kommt noch ein Gewicht von rund fünfzehn Kilogramm für das Sportgerät, das auf der Schulter aufgesetzt wird. Ein Armbrustschütze muss schon ein "gestandene/r Mann oder Frau" sein, um den Rückstoß abzufangen. Blaue Flecken sind an der Tagesordnung.

Reihenfolge festgelegt

Auch die Reihenfolge der Teile, die der Bolzen abschlagen muss, ist genau festgelegt. Wer am Ende das letzte Stück des Adlers von der Stange holt, ist der Schützenkönig. Das vorletzte Stück führt zu Ritterehren. Bisher war dies ein klare Sache für die erfahrenen Schützen. In jüngster Zeit machen ihnen dieses Privileg die jungen Mitglieder streitig.

Bei der Proklamation des Schützenkönigs standen einige Überraschungen in der Ergebnisliste von Gildemeister Georg Rebl. Bisher trug Ehrenschützenmeister Hans Erich Jenke die Königskette. Am Samstag wurde ihm diese abgenommen und Jonathan Schmid, dem neuen Schützenkönig der Armbrustschützen, umgelegt. Der neue Schützenkönig ist kein unbeschriebenes Blatt. Bereits im zurückliegenden Jahr stand er als Ritter dem alten Schützenkönig zur Seite. Jetzt ist Jonathan Schmid zum neuen Schützenkönig aufgestiegen. In der 60-jährigen Geschichte der Schützengilde ist dies zum ersten Mal passiert.

Auch im Schießen um die Ritterehre drängten die jungen Schützen nach vorne. Stefan Widder gelang dieser Schuss auf die Reste des Adlers. Auch er erhielt die Ritterinsignien. Mit einem dreifachen "Gut Bolz" wurden die neuen Würdenträger in ihr Amt eingeführt. Stefan Widder ist nicht nur Ritter der Armbrustschützengilde Wernberg-Köblitz, er ist zugleich amtierender bayerischer Landesschützenkönig der Armbrustschützen. Diese hohe Ehre enthält auch für die Schützengilde ein ganz besonderes Privileg. So darf die gesamte Schützengilde in ihren prächtigen Landsknechtkostümen beim Festzug zum Oktoberfest in München mit marschieren.

Den neuen Würdenträgern gratulierte der zweite Bürgermeister und Bürgermeisterkandidat Alexander Werner, der selbst aktiver Armbrustschütze ist. Er überreichte dem neuen Schützenkönig einen schönen Pokal. Das gemeinsame Königsmahl rundete die Proklamation ab.
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