Arbeiten im Friedhof Oberköblitz
Metallzaun statt maroder Mauer

Steil ist die Fußweganbindung vom neuen Baugebiet Kreuzäcker III hinunter zum Wohngebiet "Am Sonnenhang" geworden. Bild: Völkl
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
03.01.2017
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Nach der Sanierung des Leichenhauses geht es mit den Arbeiten im Friedhof Oberköblitz weiter voran. Im Bauabschnitt II werden rund 74 000 Euro verbaut.

Beseitigt wird die marode nördliche Friedhofsmauer. Als Ersatz gibt es einen Metallzaun aus Doppelstabmatten. In den Wegen werden Asphalt und Randeinfassungen ausgebaut. Hier hat sich die Marktgemeinde - wie im Bauabschnitt I - für Pflaster, teilweise auch für eine wassergebundene Decke entschieden.

Split-Belag

In beiden Bauabschnitten wird die Deckschicht zwischen den Gräbern entfernt und analog zum Friedhof Wernberg mit einem einheitlichen Split-Belag ersetzt. Das Versetzen des Wasserschöpfbeckens und die Anschaffung von Sitzbänken sind ebenfalls geplant. Im Haushalt waren für Mauerabbruch und Zaun 50 000 Euro enthalten. Die restlichen 25 000 Euro sind im nächsten Etat vorgesehen. Den Auftrag erhielt in der Marktratssitzung als wirtschaftlichster Anbieter die Firma Josef Pürner für 74 061 Euro.

Wegen des Ensembleschutzes führte Bürgermeister Georg Butz bereits ein Gespräch mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Der Fachbehörde würde auch ein Maschendrahtzaun - mit Efeu berankt oder durch eine Hainbuchenhecke kaschiert - genügen. Doch die Denkmalschützer wären auch mit einem Stabgitterzaun einverstanden.

Ersatzweg schaffen

Durch die Erweiterung des Industriegebietes "West II" wurde ein öffentlicher Feld- und Waldweg abgeschnitten. Nun soll ein außen um das Industriegebiet führender 1100 Meter langer Ersatzweg geschaffen werden. Dafür kann das Schüttmaterial aus dem neuen Baugebiet Kreuzäcker III verwendet werden. Wirtschaftlichster Bieter ist die Firma Hartinger aus Tännesberg für 34 371 Euro. Dazu kommen noch Vermessungsarbeiten, Herrichten der Lagerstelle für das Schüttmaterial und Schotter. Rechnet man noch eine Schotterdecke für einen 450 Meter langen Verbindungsweg, der durch die bisherige Schüttgutanlieferung stark beansprucht wurde, hinzu, kommen insgesamt 55 000 Euro zusammen.

Infos zum Ostbayernring

Die Maßnahme beginnt im Frühjahr. Aufgrund des günstigen Ausschreibungsergebnisses - 70 000 Euro waren im Etat 2016 eingeplant - sollen zusätzlich 700 Meter in der Fortführung des Zufahrtsweges profiliert und geschottert werden. Kosten: 5000 Euro. Bürgermeister Butz informierte noch darüber, dass Tennet zum Raumordnungsverfahren für den Ostbayernring am 18. Januar von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr einen Infostand im Rathaus anbietet. Es sind auch Einzelgespräche möglich.

Fußweg zu steil

Von den Markträten wurde noch der neue Fußweg, der vom Baugebiet Kreuzäcker III zum Sonnenhang führt, thematisiert. "Das ist Wahnsinn und keine Lösung, die beibehalten werden kann", meinte Marianne Schieder. Dritter Bürgermeister Georg Schlögl ging gar von 27 Prozent Gefälle aus. Der Marktrat habe die fußläufige Anbindung beschlossen, räumte Maria Schlögl ein. Der Weg sei aber zu einer Steilrampe geworden. Die Fachleute vor Ort hätten erkennen müssen, dass dies nicht vertretbar sei. Mit der Problematik wird sich der Bauausschuss beschäftigen.

Marianne Schieder bedankte sich bei den Mitwirkenden und dem umsichtigen Bauhof für den schönen Adventsmarkt. Vielleicht sei er ein Anreiz für Vereine, sich wieder verstärkt zu beteiligen. Christa Mösbauer gab noch die Meinung vieler Bürger wieder: "Der Wernberger Friedhof ist superschön geworden". Bürgermeister Georg Butz dankte dem Gremium in der letzten Sitzung des Jahres 2016 für das Ringen um die besten Beschlüsse und die Teamarbeit, deren Ergebnisse sich nach außen sehen lassen könnten.
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