13.04.2017 - 20:00 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Baustellentermin Breitbandausbau nimmt Fahrt auf

Seit drei Wochen läuft der Glasfaser-Ausbau der Telekom im Rahmen des Bayerischen Förderprogrammes im Gemeindegebiet Wernberg-Köblitz auf Hochtouren. Davon haben sich die beteiligten Institutionen und Firmen bei einem Baustellentermin vor Ort überzeugen können.

Beim Ausbau des schnellen Internets in der Marktgemeinde Wernberg-Köblitz läuft derzeit alles wie am Schnürchen. Davon überzeugten sich (von rechts) Wolfgang Geitner (Baureferat), Leitender Vermessungsdirektor Engelbert Zollner, Enrico Delfino (Telekom) und Bürgermeister Georg Butz. Zuständig für die Ausführung ist die Netzel-Bau aus Weiden mit Geschäftsführer Alois Rötzer (links) an der Spitze. Bild: bnr
von Richard BraunProfil

(bnr) "Die Planungen sind abgeschlossen, jetzt wird gegraben", gab Enrico Delfino, Regionalmanager der Deutschen Telekom, das Tempo vor. "Wir werden die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich halten. Wir gehen immer in überschaubaren Abschnitten vor."

Mit den Tiefbauarbeiten wurde die Firma Netzel-Bau aus Weiden beauftragt. Geschäftsführer Alois Rötzer gab einen Überblick über die laufende Maßnahme. Die Firma hat vier Baukolonnen im Einsatz. Mit der Kabeltrasse wurde im Industriegebiet am Großlager der Firma Conrad begonnen und die Verbindung zu Saltendorf und Dammelsdorf hergestellt. Die zweite Trasse beginnt in Kötschdorf und führt entlang der B 14 in Richtung Glaubendorf. In diesem Bereich und im Abschnitt Saltendorf wird das Spülbohrverfahren angewandt. Für die Koordination zwischen Auftraggeber, Kommune und Tiefbauer ist die Firma Comline aus Neustrelitz zuständig. Die örtliche Bauleitung liegt in den Händen von Abteilungsleiter Sven Schneider.

Im Rahmen des Förderprogrammes werden die Ortsteile Diebrunn, Kötschdorf, Feistelberg, Losau, Trad und das Industriegebiet West mit FTTH/FTTB-Anschlüssen versorgt. Ein FTTC-Ausbau erfolgt für die Verteilerkästen an den Standorten Damelsdorf, Schiltern, Neunaigen, Maierhof, Alletshof, Woppenhof, Kettnitzmühle, Saltendorf, Glaubendorf, Wohlsbach sowie Teile von Wernberg und Unterköblitz. Für die gesamte Maßnahme wurde eine Fördersumme von 900 000 Euro zu einem Fördersatz von 90 Prozent in Aussicht gestellt.

Unabhängig von der vorstehenden Maßnahme versucht der Markt Wernberg-Köblitz derzeit, auch noch die Breitbandversorgung in den Randbereichen der Gemeinde zu verbessern. Diese werden im Rahmen des Bundesförderprogrammes unter der Federführung des Landkreises erschlossen. Gebiete, in denen bereits jetzt eine schnelle Internetversorgung möglich ist, dürfen hierbei nicht mit in das Erschließungsgebiet hineingenommen werden. Somit ist ein geförderter Ausbau in den Ortsteilen Wernberg-Unterköblitz-Oberköblitz nur in kleinen Teilen möglich.

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupferkabel durch Glasfaser ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäse (MFG) umgebaut. Bereits bis zum September diesen Jahres können die schnellen Anschlüsse mit bis zu 200 Megabit pro Sekunde gebucht werden. Insgesamt werden rund 50 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 25 moderne Verteiler aufgestellt. Davon profitieren 1400 Haushalte. Voll des Lobes über diese innovative Entscheidung des Marktrates zeigte sich Leitender Vermessungsdirektor Engelbert Zollner vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Nabburg. Angefangen von der Beantragung, Planung, Genehmigung und Förderung laufen in dieser Dienststelle alle Fäden zusammen. "Die Marktgemeinde hat sich in der Vorbereitung und Durchführung der hochwertigsten Lösung als mustergültig gezeigt", zollte Engelbert Zollner Bürgermeister Georg Butz und dem Baureferat höchste Anerkennung für die professionelle Bearbeitung.

Die Marktgemeinde richtet an alle Ortsteile, die in der FTTH/FTTB Versorgung liegen, folgenden Hinweis: Diese Haushalte werden in den nächsten Monaten einen Vertrag über die Herstellung eines Hausanschlusses erhalten. Alle, die diese Versorgung nutzen möchten, müssen diesen Vertrag unterzeichnet an die Telekom zurückschicken. Im Rahmen des jetzigen Breitbandausbaus erfolgt dieser Anschluss dann mit einer pauschalen Kostenbeteiligung, später zu den dann anfallenden Kosten.

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