21.02.2018 - 16:26 Uhr
Wernberg-Köblitz

BRK immer zur Stelle Zeitvorteil, der Leben rettet

Eine großartige Bilanz der Hilfsbereitschaft legt die Sanitätskolonne Wernberg-Köblitz auf den Tisch. Die 21 Männer und 9 Frauen sorgen 3946 Stunden für Sicherheit oder leisten Hilfe bei Krankheit oder Unfällen.

Die BRK Bereitschaft kann auf langjährige Mitglieder bauen. Mit Urkunden ausgezeichnet wurden (von links):Bereitschaftsleiter Karl Dietl, Monika Dietl, Bernd Spindler, Christina Sachs, Johann Mutzbauer, Hermine Kohmann, Florian Kraus und Helmut Pößl. Es gratulierten Bürgermeister Konrad Kiener (Vierter von links) und Bereitschaftsarzt Dr. Franz Josef Putz (rechts).
von Richard BraunProfil

Dieses Ehrenamt wird auch von der Bevölkerung honoriert. "Ihr unschätzbarer Dienst für die Allgemeinheit verdient höchsten Respekt und Anerkennung." Bürgermeister Konrad Kiener brachte in der Jahreshauptversammlung zum Ausdruck, was viele fühlen und denken, denen die BRK-Bereitschaft zur Hilfe gekommen ist. Der Rechenschaftsbericht des Bereitschaftsleiters Karl Dietl umfasste stolze fünf Seiten, in denen alles aufgelistet stand, zu welchen Einsätzen die Rotkreuzler gerufen worden sind. Das beginnt bei den vielen Veranstaltungen in der Marktgemeinde und darüber hinaus und endet bei Krankentransporten oder Hilfeleistungen bei Unfällen.

Das zweite Standbein der Bereitschaft sind die Helfer vor Ort (HvO). Die sieben Helfer waren bei 357 Einsätzen gefordert. Sie waren bereits durchschnittlich vier Minuten nach der Alarmierung durch die Leitstelle am Einsatzort. Ein oft lebensrettender Zeitvorteil von sieben Minuten gegenüber dem Rettungswagen. HVO-Beauftragter Michael Sachs ist sichtlich stolz auf seine Truppe, die alles ehrenamtlich, ohne finanzielle Hilfe, leistet. Oft zahlen die Rettungskräfte sogar den Benzin aus ihrer eigenen Tasche.

Der größte Wunsch der Bereitschaft ist ein neuer Krankentransportwagen, nachdem der alte VW-Bus vom TÜV aus dem Verkehr gezogen worden ist. Es stellte sich die Frage: Wie soll der bezahlt werden? Da hat die Bereitschaft die Rechnung ohne die Firmen und Bevölkerung von Wernberg gemacht. Nachdem die Marktgemeinde 10 000 Euro aus der Gemeindekasse vorgelegt hatte, wogte eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft durch die Marktgemeinde. Jetzt war es der Bereitschaft möglich, ein Ersatzfahrzeug anzukaufen, das mittlerweile in der Vereinsgarage steht und aufgerüstet wird. Auch dafür ist noch ein stattlicher Betrag notwendig. Voraussichtlich wird der neue Krankentransportwagen am 1. Mai in Dienst gestellt.

Die beste Ausrüstung nützt wenig, wenn das dafür ausgebildete Personal fehlt. Hier sind gerade junge Leute gefordert, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen. "Wir brauchen euch", lautet der Aufruf von Dr. Franz Josef Putz, dem Bereitschaftsarzt. Nur so sei weiterhin der Bestand der BRK-Bereitschaft in Wernberg-Köblitz gesichert.

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