08.02.2018 - 20:00 Uhr
Wernberg-Köblitz

Das Weiberkomitee stürmt das Rathaus Räuber vom Wernberger Wald

Der Pleitegeier ist eingezogen ins Wernberg-Köblitzer Rathaus. Zukünftig sind die "Räuber vom Wernberger Wald" als Naabbrücken-Wegezoll-Eintreiber zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürger unterwegs.

Schnipp, schnapp - und die Krawatte von Bürgermeister Konrad Kiener war auch schon ab. Helga Burkhard hatte eine "flinke" Schere dabei. Bild: wee
von Autor WEEProfil

Pünktlich um 11.11 Uhr stürmte das Wernberg Weiberkomitee wieder das Rathaus. Und der neue Rathaus-Chef, Konrad Kiener, hieß sie herzlich am Tor willkommen. Zuvor aber standen kleine "Zaungäste" im Mittelpunkt. Wie schon in den letzten Jahren waren die Kinder vom Kinderhaus St. Josef zum Rathaus gekommen, um die seltsamen Gestalten, die dort immer am Weiberfasching auflaufen, etwas näher zu begutachten.

Amtskette erbeutet

Heuer waren die Faschingsmädels vom Wernberger Weiberkomitee als "Räuber vom Wernberger Wald" unterwegs, mit dem Ziel die Gemeindekasse zu erbeuten. Für die kleinen Gäste hatten sie natürlich Süßigkeiten mit dabei und der Bürgermeister lud die Kinder auch erst mal zu Kücheln und Tee ins Rathaus ein. Aber dann schlugen die Räuberinnen zu. Erst einmal büßte der Bürgermeister seine Krawatte ein und dann erbeutete die wilde Truppe seine Amtskette - dazu war diesmal allerdings etwas "Feuerwasser" nötig, denn freiwillig wollte Konrad Kiener diese nicht herausrücken.

Als nächstes fragte die Banditen-Chefin: "Wo ist der Kämmerer, holt ihn doch mal her - dem machen wir aber jetzt gleich seine Kasse leer!" Doch dann kam die große Pleite, denn diese war bereits leer. Dass im Rathaus aber nicht wirklich was zu holen ist, hatten die Räuber schon befürchtet, deshalb hatten sie auch einen Pleitegeier mit dabei und sie stellten fest: "Damit du bauen kannst die Mehrzweckhalle und das Jugendheim, müssen in deine Gemeindekasse viel mehr Taler rein! Wir haben heut' nur ein paar einstecken, zu unserem Bedauern. Aber künftig werden wir den Großkopferten verstärkt auflauern. Wie einst Robin Hood, treiben wir dann ein den Naabbrücken-Wegezoll; natürlich nur für die Gemeindekasse und die Bürger - zu deren Wohl!" Auch zur Gemeindepolitik hatten sie die eine oder andere Anmerkung mitgebracht. So ließ die Räuber-Chefin verlauten: "Nach dem Wahlkampf war es im Marktrat erstmal mal still, weil so mancher den Wahlausgang bis heut noch nicht glauben will. Doch jetzt glaub ich, sind sie alle wieder da und machen schon gleich ein großes Trara! Ein Gemeinde-Sheriff muss jetzt her, in der Hoffnung, der Marktplatz bleibt dann leer! Die Geschäftsleut' sind über die Entscheidung schon ganz pikiert und ich glaub' auch nicht, dass das so funktioniert. Wenn einer länger falsch parkt, dann doch oft nachts und am Wochenend! Ob das dann nicht die Zeit ist, wo auch der Sheriff im Bett liegt und pennt?"

Und ein Lob für Konrad Kiener hatten sie aber auch übrig: "Aber eins muss man schon sagen: Der neue Bürgermeister hat viel Elan, funktioniert wie ein Uhrwerk - ganz nach Plan! Läuft fleißig auf bei jedem Fest und bei jedem Verein - ja Leut', so soll es auch sein!".

Die letzten Kröten

Am Ende wurde Kiener aufgefordert seine letzten Kröten einzupacken. Dann ging es zum Mittagessen, bevor die "Räuber vom Wernberger Wald" weiter durch die Gemeinde zogen.

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