Die Palliativversorgung im Landkreis Schwandorf
Für Schwerstkranke

Vermischtes
Wernberg-Köblitz
12.01.2017
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Pallicura - die Palliativversorgung im Landkreis Schwandorf - stellte sich beim Oberköblitzer Frauenbund vor. Die Vorsitzende Maria Schlögl konnte dafür Pflegedienstleiterin Monika Kagerer, eine ausgebildete Palliative-Care-Pflegefachkraft, gewinnen und freute sich über das Interesse der Bevölkerung an der Vorstellung von Pallicura.

Pallicura ist ein Team von vier Ärzten und fünf Pflegefachkräften, welches seit über drei Jahren Leistungen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, kurz SAPV, erbringt. Die Palliativ-Ärzte bringen sich zusätzlich zu den Aufgaben in ihren Praxen mit ihrer Palliativ-Zusatzausbildung in die Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen für die Versorgung zu Hause ein. Auch die Pflegefachkräfte haben alle die Palliativ-Zusatzausbildung.

SAPV umfasst die Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankung, die eine besonders aufwendige Versorgung benötigen. Aufgabe des Pallicura-Teams ist es, belastende Symptome, wie Schmerzen, Ängste, Atemnot oder Übelkeit zu lindern, mit dem Ziel erträgliche Lebenszeit trotz schwerster Krankheit und drohendem Tod im ambulanten Bereich, insbesondere auch das Sterben zuhause, zu ermöglichen. Pallicura versorgt Patienten im gesamten Landkreis Schwandorf - zuhause oder im Pflegeheim.

SAPV ist ein zusätzliches Leistungsangebot zur ambulanten Versorgung, um die Betreuung durch Hausarzt und Pflegedienst zu ergänzen, aber nicht zu ersetzen. Ein Wechsel der bestehenden Behandlung von Hausarzt und Pflegedienst erfolgt trotz der Inanspruchnahme von SAPV-Leistungen nicht. Es entstehen keine Zusatzkosten.

Nach Bewilligung durch die Krankenkasse und nach Absprache mit dem Patient und seinen Angehörigen kann mit der Zusatzversorgung durch das Palliativ-Team begonnen werden. Mit der Unterstützung des Pallicura-Teams soll der sogenannte Drehtüreffekt - Einlieferung in Krankenhaus - Zuhause - Krankenhaus - vermieden werden. 95 Prozent sind Krebspatienten. Man betreut aber auch Herzinsuffienz- und ALS-Patienten. Die meist betreuten Patienten sind 50 bis 65 Jahre alt.

Maria Schlögl dankte Monika Kagerer für die vielen und sehr lebensnahen Informationen zu Pallicura.
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