Diskussion mit Ute Meier bei der Pfarreiengemeinschaft
Sonntag schützen

Sozialsekretärin Ute Meier.
Vermischtes
Wernberg-Köblitz
12.12.2016
12
0

Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktage - eine fatale Entwicklung. Die Pfarreiengemeinschaft Wernberg-Köblitz hatte Ute Meier, Sozialsekretärin beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda) zu einer Diskussion eingeladen, in der beleuchtet wurde, wie sich nicht nur die Arbeitswelt verändert hat, in welcher der Sonntag kaum noch als Erholungstag zur Verfügung steht.

Meier zeigte zunächst in einem Filmbeitrag mit dem Titel "Auf der Suche nach dem verlorenen Sonntag" die mögliche Entwicklung auf. Der Einstieg war am 92. Tag im Jahr 2050. Eigentlich wäre es ein Sonntag, aber die Wochentage hat man mittlerweile abgeschafft. Der Mensch wird gesteuert und überwacht über ein Time-Management-Programm. Zwei Jugendliche stehen vor der Wahl: Absolvieren sie ihr Eliteprogramm, so wie es das Time-Management vorsieht, oder besuchen sie einen Gottesdienst und gehen anschließend in den Park, um gemeinsam den Tag zu genießen. Die Frage, was sie einmal werden möchten -das Timemanagement schlägt den Beruf "Diplomat" vor - beantworten sich die Jugendlichen selbst. "Glücklich wollen wir werden" ist ihre Entscheidung. Den Begriff "Glücklich" kennt jedoch das Time-Management nicht.

Die Botschaft des Films ist für Meier eindeutig: Der Sonntag müsse geschützt werden. Er stelle den Menschen in den Mittelpunkt und nicht die Ökonomie. Der Sonntag sei "der Kitt der Gesellschaft". Er gebe ihr Stabilität, weil er den Menschen ermögliche, sich zu treffen. Der "Akku für die Arbeitswoche" soll entschleunigen und Ruhe bieten. Der Sonntag ist auch ein Symbol der Freiheit und aus der jüdisch-christlichen Überlieferung ein Geschenk an die Menschheit. Der Sonntag stoppt die Gleichförmigkeit. Ohne ihn sind alle Tage gleich. Viele weitere Gründe brachte Ute Meier vor, welche es Wert sind, um den Erhalt des Sonntags zu kämpfen. Die Sprecherin der Pfarrei Oberköblitz, Maria Schlögl, bedankte sich bei Ute Meier mit einem kleinen Geschenk für den Vortrag.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.