24.11.2017 - 20:10 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Ein Paradebeispiel

Engelbert Zollner ist Chef des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Nabburg. Für ihn stellt die Marktgemeinde Wernberg-Köblitz ein Paradebeispiel für einen konsequenten und zukunftsorientierten Breitbandausbau dar. 1400 Haushalte können ab jetzt schnelles Internet nutzen.

Alois Rötzer (Netzel Bau), Enrico Delfino von der Telekom, Bürgermeister Georg Butz, der Leiter des Breitbandzentrums, Engelbert Zollner und der neue Bürgermeister Konrad Kiener (am Startknopf von rechts) drückten im Beisein der am Projekt Beteiligten symbolisch den Startknopf für das schnelle Internet. Bild: Völkl
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Diejenigen, die daran mitgewirkt hatten, gaben nun einen Überblick über die Situation in Wernberg-Köblitz. Bürgermeister Georg Butz dankte der Telekom für die gute Zusammenarbeit. "Langsam war gestern, heute sind wir schnell unterwegs auf der Datenautobahn." Damit werde das Leben und Arbeiten in der Marktgemeinde noch attraktiver.

Enrico Delfino, Regiomanager der Telekom, gab das Kompliment zurück, band Bauaufsicht, Firmen und Partner mit ein. Rund 1400 Haushalte im Markt Wernberg-Köblitz können jetzt schneller im Internet surfen. Im neuen Netz sind Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich. Die Telekom hat 46 Kilometer Glasfaser verlegt, 17 Verteiler neu aufgestellt oder mit moderner Technik aufgerüstet und sieben Glasfasernetzverteiler neu aufgestellt. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 50 Megabit pro Sekunde und beim Hochladen auf bis zu 10 MBits/s, je nach Entfernung zum nächsten Kabelverteiler. Bei 123 Gebäuden wird die Glasfaser direkt ins Haus verlegt, zukünftig sind dann Geschwindigkeiten von bis zu 200 Mbit/s möglich. Ab sofort können alle die schnellen Internetanschlüsse buchen, so Delfino.

Gute Koordination

Einen großen Beitrag zum zügigen Ausbau leistete die Baufirma Netzel: Chef Alois Rötzer lobte die Unterstützung der Marktgemeinde. Engelbert Zollner, Leiter des Breitbandzentrums in Nabburg, freute sich, dass der Termin noch vor dem Amtswechsel im Rathaus zustande kam. Bürgermeister Butz und sein Team hätten zukunftsorientiert gearbeitet. Zollner hat den Überblick: Er betonte, dass der Landkreis Schwandorf beim Breitbandausbau im bayerischen Vergleich hervorragend dastehe. In der wirtschaftlich aufstrebenden Gemeinde seien die Weichen in die richtige Richtung gestellt worden, man habe dann konsequent weitergearbeitet. Zollner machte Wolfgang Geitner vom Bauamt ein dickes Kompliment für die systematische und beharrliche Koordination. In der Marktgemeinde müssen nur noch "letzte Eckchen" angeschlossen werden. Das könnten nicht viele Kommunen behaupten.

Hohe Förderung

Wolfgang Geitner skizziert die Situation in der Marktgemeinde: Zum einen profitierte die Kommune vom Bayerischen Förderprogramm: Bei einem Volumen von einer Million Euro gab es die Höchstförderung, dank der interkommunalen Zusammenarbeit mit Pfreimd und Trausnitz wurde noch draufgesattelt. An Gemeindeanteil blieben lediglich 100 000 Euro. Damit wurden - mit FTTH (Glasfaser direkt in die Wohnung) - Losau, Kötschdorf, Diebrunn, Feistelberg, Kreuzäcker III, das Industriegebiet West I und II erschlossen. Bald ist man betriebsbereit. Die Anschlusskästen werden im Dezember gesetzt. Buchbar sind die Anschlüsse ab Januar.

Fertig ist inzwischen der FTTC- Bereich (Glasfaser von der Vermittlungsstelle bis zum Kabelverzweiger, restlicher Weg Kupferkabel). Versorgt werden damit Glaubendorf, Woppenhof, der Gewerbering Süd, der Bereich im Umfeld des Sportzentrums in Unterköblitz, Kettnitzmühle, Maierhof, Saltendorf, Neunaigen, Damelsdorf, Schiltern und Wohlsbach. "Das ist in Betrieb", so Geitner.

Einen eigenwirtschaftlichen Ausbau macht die Telekom in der Postleite, im Weiherner Weg und in der Sportplatzstraße. Die Anschlüsse gehen in den nächsten Wochen zeitversetzt in Betrieb. Im nächsten Jahr wird der Nahbereich des Verteilers im Ortsteil Unterköblitz in Angriff genommen. Wo FTTC zur Anwendung kam, kann im nächsten Jahr dank Vectoring die Geschwindigkeit verdoppelt werden. Die Kommune hat sich über den Landkreis auch ins Bundesförderprogramm eingeklinkt: für Friedersdorf, Schwarzberg, Rattenberg und Einzelanwesen. In Kürze soll die Ausschreibung laufen.

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