19.02.2018 - 20:10 Uhr
Wernberg-Köblitz

Fischessen der CSU in Diebrunn "Nicht verstanden, was die Leute bewegt"

"Das ist ein Fischessen in gemütlicher Runde und kein politischer Aschermittwoch", schickte Ortsvorsitzender Dieter Rosenberg voraus. Trotzdem bezog er bei der Veranstaltung im Gasthaus Braun in Diebrunn zu einigen tagespolitischen und kommunalen Themen Stellung.

Beim Fischessen des CSU-Ortsverbandes machte Ortsvorsitzender Dieter Rosenberg (stehend) keinen Hehl aus seinem Ärger über das "Geschachere" um Posten bei den Koalitionsverhandlungen. Bild: twi
von Anton (Rufn. Toni) WildProfil

Er kritisierte das aktuelle "Geschachere" um Posten bei den Koalitionsverhandlungen. "Die Folge davon ist, dass die Umfrageergebnisse der beiden Volksparteien im Keller sind", sagte Rosenberg. Beim politischen Aschermittwoch in Vilshofen und Passau höre man viele Sprüche und wer am meisten bei den Verhandlungen durchgesetzt habe.

Wieso nur 48 Prozent?

Es seien aber vor allem zwei Themen, die den Wähler interessieren: Zuwanderung und Rentenniveau. Beim Thema "Zuwanderung" interpretiere jede Partei den Koalitionsvertrag - ob "Obergrenze" oder "keine Obergrenze" - anders. Nun habe man sich auf 48 Prozent Rentenniveau geeinigt. "Wieso nur 48 Prozent, wenn man 45 Jahre gearbeitet und Kinder groß gezogen hat? Die Abgeordneten haben bei ihrer Versorgung diese Problem nicht", meint Rosenberg. "Die haben immer noch nicht verstanden, was die Leute bewegt!" Rosenberg sprach auch das Alter von Politikern an. "Wir brauchen mehr junge Leute als Minister!"

In der Marktgemeinde gebe es jede Menge zu tun. Der neue Bürgermeister Konrad Kiener habe einen guten Anfang hinbekommen. Die Diskussionskultur und die Stimmung im Marktrat seien sehr gut und die 20 Räte "arbeiten prima zusammen." Rosenberg sprach noch die Projekte "große Halle" und Jugendheim als großes Kulturhaus an. Beides zu realisieren dürfte finanziell etwas schwierig werden. Weitere Punkte waren die Straßenausbaugebühren und die Grundsteuer, die überarbeitet werden müsse. "Mein Vorschlag: Unbebaute Grundstücke sollten stärker besteuert werden." Bürgermeister Kiener bekräftigte Rosenbergs Worte über die großen Projekte. "Visionen müssen auch bezahlbar sein für einen attraktiven Ort Wernberg-Köblitz."

Stil beibehalten

Das Kinderhaus "Marktzwerge" laufe sehr gut. Es würde noch mehr Personal benötigt. Alle drei Kindergärten im Ort seien gleichwertig und sollten beim Bürgerfest einbezogen werden. Der momentane politische Stil in der Gemeinde solle beibehalten werden.

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