Marktgemeinde muss im Haushaltsjahr 2018 einen Ausfall im sechsstelligen Bereich kompensieren
Ein Loch in der Gewerbesteuer

Vermischtes
Wernberg-Köblitz
18.02.2018
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"Wir werden im Etat niedrigere Zahlen haben. Damit müssen wir leben", bestätigt Bürgermeister Konrad Kiener gegenüber Oberpfalzmedien den hohen Ausfall an Gewerbesteuer, der im Haushalt 2018 kompensiert werden muss.

Die Gewerbesteuer ist eine geschätzte Zahl. Ob man damit richtig lag, offenbart sich immer erst im nächsten Jahr. Die Messlatte lag im Haushalt 2017 bei rund vier Millionen Euro und war wie immer vom Kämmerer vorsichtig kalkuliert. Nun ist dem Vernehmen nach ein Ausfall im oberen sechsstelligen Bereich zu verkraften. Wie hoch der Betrag ist, ob er im oberen oder unteren sechsstelligen Feld anzusiedeln ist, möchte Bürgermeister Kiener mit Verweis auf die Haushaltssitzung nicht kommentieren. Natürlich habe dieser Ausfall bei der Gewerbesteuer Auswirkungen auf elementare Teile des Haushalts, könne dann doch weniger Geld vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt zugeführt werden.

Kiener kann ein Pfund dagegen setzen: Bis Ende des Jahres soll die Vermarktung des Gewerbe- und Industriegebietes West II abgeschlossen sein. 35 Hektar hat die Kommune hier ausgewiesen. Die Nachfrage sei groß. Manche "Großen" könnten gar nicht bedient werden. Doch Kiener ist ein Mix lieber, das sei auch eine sicherere Kalkulation bei der Gewerbesteuer, die dann auf mehreren Beinen stehe.

Die Änderungen bei der Straßenausbaubeitragssatzung kommen der Gemeinde in der jetzigen Situation auch nicht ungelegen: Bis in diesem Bereich definitiv Klarheit herrscht, wie mit anstehenden Maßnahmen umgegangen werden soll, wird beispielsweise der Ausbau der Schulstraße auf Eis gelegt. Alles Euros, die im Etat 2018 angesetzt werden sollten und nun den Ausfall in der Gewerbesteuer kompensieren werden. Denn an Projekten wartet einiges: Die neue Mehrfachhalle, der Hochbehälter Fischberg, das Jugendheim und die Dorferneuerung Neunaigen. Kiener bedauert den finanziellen Ausfall, möchte das Ganze aber nicht dramatisieren. Es sei nicht das erste Mal, dass die Marktgemeinde mit einem Einbruch im Gewerbesteuerbereich zurecht kommen müsse.
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