13.04.2018 - 20:00 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Marktrat stellt die Weichen für mehrere Projekte Eine Vergabe nach der anderen

Wer der Bewerber ist, darüber bewahrt man im Rathaus noch Stillschweigen. Doch die Marktgemeinde hat ein Großunternehmen an der Angel, das sich im östlichen Bereich des Industriegebiets West II ansiedeln möchte. Dafür wird nun eine Erschließungsstraße mit den dazugehörigen Versorgungsleitungen erforderlich.

Kein Zweifel: Die Paul-Schiedt-Straße muss saniert werden. Heuer beginnen die Planungsarbeiten, die an das Ingenieurbüro Schultes vergeben wurden. Bild: twi
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Die Stichstraße soll Ende Oktober dieses Jahres fertig sein, so die Information von Bürgermeister Konrad Kiener und Verwaltungsleiter Stefan Falter in der Marktratssitzung. Die geschätzten Baukosten betragen ohne Baunebenkosten 506 000 Euro brutto. Das wirtschaftlichste Gesamthonorar-Angebot kommt vom Ingenieurbüro Seuß aus Amberg und beläuft sich auf 70 933 Euro (Planung Straße, Regenwasser- und Schmutzwasserkanal, Wasserleitung, Bauüberwachung, planungsbegleitende Vermessungsarbeiten und Baunebenkosten).

Zeitplan abklären

Nach überschlägigen Ermittlungen des Bauamtes dürfte für die Erweiterung des Industriegebiets im östlichen Teil die Größe des bestehenden Regenrückhalteteiches Ost ausreichend sein. Falls doch Änderungen erforderlich sind, müssen sie zusätzlich beauftragt werden. Der Marktrat war mit der Vorgehensweise einverstanden. Mit dem Planer soll aber noch einmal erörtert werden, ob es auch genügen würde, die Stichstraße heuer zu bauen und Anfang 2019 fertig zu machen.

Innerorts möchte man die Sanierung der Paul-Schiedt-Straße in Angriff nehmen. Sie ist für 2019 vorgesehen. Da die Maßnahme wegen der Förderung 2020 abgerechnet sein muss, ist die Gemeinde im Zugzwang. Die Planungsarbeiten müssen heuer beginnen und mit den Anliegern abgestimmt werden. Das günstigste Gesamthonorar verlangt das Ingenieurbüro Schultes mit 145 168 Euro für Straße, Erneuerung der Wasserleitung und des Mischwasserkanals mit den zugehörigen Hausanschlussleitungen. Die geschätzten Baukosten liegen bei 1 232 000 Euro brutto.

Leitungen erneuern

Die Erneuerung der alten Asbestzement-Wasserleitung von Alletshof nach Kötschdorf und von Deindorf nach Woppenhof inklusive der Hausanschlüsse soll heuer geplant und im nächsten Jahr umgesetzt werden. Das günstigste Honorarangebot unterbreitete das Ingenieurbüro Zwick mit brutto 36 591 Euro. Die Planung beider Abschnitte wird gleichzeitig abgewickelt. Folglich betrachtet Zwick beide Projekte als ein Objekt, was sich in der Honorarabrechnung günstiger auswirkt. Die geschätzten Baukosten ohne Baunebenkosten liegen bei 242 000 Euro netto.

Marktrat Helmut Ries fragte, warum man die drei Aufträge nicht an ein Büro vergeben habe, um eventuell günstiger zu fahren. Laut Stefan Falter ist die Kommune an die VOB gebunden und muss einzeln ausschreiben.

Neue Spielgeräte

Im Vorjahr hat der Bauausschuss neue Geräte für die Spielplätze in Saltendorf am Bergl, in der Sudetenstraße, am Feistelberg, in der Wenzelstraße, am Rabenbühl und im Kindergarten St. Anna bestellt. Aus zeitliche Gründen kann jedoch der Bauhof die Geräte nicht aufstellen. Die Bezugsfirma würde diese Arbeit inklusive Fundamentierung für brutto 11 866 Euro übernehmen, doch das örtliche Unternehmen Bittner liegt mit 9317 Euro deutlich darunter und übernimmt den Auftrag. Die Fallschutzbereiche legt der Bauhof an. Geschätzte Kosten: 6000 Euro.

Ein leidiges Thema ist die Erneuerung des Steuerungsschrankes für die Lüftungsanlage der Schulturnhalle. Das erste Angebot war so hoch, dass die Ausschreibung aufgehoben wurde. Nun haben beim zweiten Anlauf zwei Firmen ein Angebot abgegeben. Wirtschaftlichster Bieter ist die Firma GSR aus Grafenwöhr mit 44 059 Euro inklusive Wartung der Anlage, die für eine Verlängerung der Gewährleistungszeit sorgt. "Wir bekommen es nicht billiger", so Konrad Kiener. Der Schrank müsse erneuert werden. Daran hänge die gesamte Steuertechnik für die Halle.

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