Martin Burkert zur Barrierefreiheit am Bahnhof
Trotzdem Chancen

Vermischtes
Wernberg-Köblitz
17.08.2017
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"Unser Bahnhof muss endlich vernünftig barrierefrei werden", so MdB Marianne Schieder bei einem Treffen direkt vor Ort. Der SPD-Ortsverein hatte laut einer Pressemitteilung der Partei dazu den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages, MdB Martin Burkert eingeladen.

Zweiter Bürgermeister Alexander Werner erläuterte demnach die Sachlage: Weil in den Bahnhof immer nur ein Zug einfahren könne, strebe die Bahn bauliche Veränderungen an, um zwei Züge nebeneinander passieren lassen zu können. Dies bedeute aber, dass Fahrgäste, die am Morgen auf der einen Seite des Bahnhofs einsteigen, am Abend auf der anderen Seite wieder aussteigen müssen. Über den Eisernen Steg erreichen die Fahrgäste dann wieder den Standort ihres Autos. Was aber ist mit den Menschen, die wegen einer Behinderung oder wegen Gebrechlichkeit den Steg nicht benützen können? Die andere Seite des Bahnhofes ist auf der Straße erst über die Unterführung der Bahn zu erreichen, die aber 800 Meter entfernt, sehr eng und ohne vernünftigen Gehsteig ist. Derzeit prüfe die Bahn, ob nicht eine Lösung über einen Mittelbahnsteig gefunden werden kann, der von der Seite des Bahnhofsgebäudes aus über einen kleinen Tunnel zu erreichen ist. Ein Aufzug führe dann zum Bahnsteig, wo Fahrgäste ein- und aussteigen.

MdB Martin Burkert erläuterte die momentane Handhabung, nach der die Bahn erst bei einem Fahrgastaufkommen von über 1000 Personen pro Tag Aufzüge bzw. barrierefreie Zugänge finanziert. Es bestünden aber gute Chancen, im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg den barrierefreien Ausbau zu erreichen. Auch das Argument, dass eine große Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Wernberg-Köblitz angesiedelt sei, könnte stichhaltig sein.
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