12.04.2017 - 17:44 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Schwerer Auffahrunfall auf der Autobahn A 6 in Fahrtrichtung Tschechien Ungebremst in Sattelzug

Zu einem schweren Auffahrunfall kam es am Mittwochnachmittag um 14.33 Uhr auf der Autobahn A 6 in Fahrtrichtung Tschechien: Ein 27 Jahre alter Paketdienstfahrer wurde dabei schwerstverletzt und mit dem Rettungshubschrauber nach der notärztlichen Versorgung ins Klinikum Amberg geflogen.

von Elisabeth DobmayerProfil

(dob) Zum Unfallzeitpunkt befuhr der junge Mann die lange Steigungsstrecke Richtung Wittschauer Höhe. Etwa vier Kilometer nach der Anschlussstelle Wernberg Ost registrierte der osteuropäische Fahrer des Pakettransporters offenbar viel zu spät einen vor ihm mit geringer Geschwindigkeit fahrenden ungarischen Sattelzug, den ein 56-Jähriger steuerte.

Ungebremst knallte er mit seinem Fahrzeug rechts in das Heck des Sattelaufliegers. Durch den Aufprall wurde die Fahrgastzelle erheblich beschädigt. Der Lenker zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Der Lkw-Fahrer blieb dagegen unverletzt.

Riesige Probleme gab es für die herbeieilenden Rettungsfahrzeuge, da die Verkehrsteilnehmer keine Rettungsgasse bildeten und sich die Einsatzkräfte "regelrecht an die Unfallstelle heran kämpften", klagte der Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Amberg, Erster Polizeihauptkommissar Friedrich Böhm. Dadurch kam es auch zu erheblichen Verzögerungen für die Rettungsfahrzeuge. Rund 20 Helfer der Feuerwehren aus Wernberg und Oberköblitz setzten schweres Rettungsgerät ein, um den Paketdienstfahrer aus seinem Führerhaus-Wrack zu befreien. "Helfer vor Ort" aus Wernberg-Köblitz eilten ebenfalls mit dem BRK-Rettungssanitätern an die Unfallstelle. Weitere Feuerwehrkräfte aus Losau und Schiltern übernahmen die Verkehrslenkung.

Da der Verkehr von der Autobahn Wernberg-Ost auf die ehemalige Bundesstraße 14 ausgeleitet wurde, kam es auch auf dieser Strecke während der rund zweistündigen Unfallaufnahme zu Verzögerungen. Nachdem der Rettungshubschrauber gegen 16 Uhr startete, gaben die Polizeibeamten die Strecke wieder halbseitig, um 17 Uhr dann komplett für den Verkehr frei. Den Gesamtschaden bezifferte Böhm mit 15 000 Euro. Die Straßenmeisterei aus Vohenstrauß war ebenfalls vor Ort.

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