Touristiker und Kulturschaffende wollen kooperieren
"Dornröschenschlaf" beenden

Gemeinsam wollen sie Wernberg-Köblitz touristisch voran bringen. Die Aufnahme entstand auf der Zugbrücke der Burg Wernberg, die symbolisch den neuen Weg öffnen soll. Von links Helmut Burkhardt und Hermann Meiller (beide Kulturforum), Alexandra Beier (Tourismusbüro Oberpfälzer Wald), Johannes Lohrer (Tourismusbüro Schwandorf), Bürgermeister Konrad Kiener und Hoteldirektor Johannes Lehberger. Bild: bnr
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Wernberg-Köblitz
12.04.2018
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Die Marktgemeinde hat viel zu bieten, das sich auch touristisch vermarkten lässt. Bisher ist es allerdings noch nicht gelungen, diese "Attraktionen" unter einem gemeinsamen Dach zu präsentieren. Dies soll sich in Zukunft ändern.

Den Anstoß dazu gab Johannes Lehberger, der als Hoteldirektor auf der "Burg Wernberg" damit täglich konfrontiert wird. "Ein Gast wünscht sich heutzutage nicht nur eine erstklassige Unterkunft und ein Sternerestaurant. Er will auch wissen, wo er seinen Urlaub verbringt und die Region erleben", ist die Erfahrung des Hotel-Managers. Dies beginnt bereits bei der Buchung eines Aufenthalts. Hier werden die ersten Infos eingeholt.

Was lag da näher, als sich mit den führenden Tourismusexperten der Region zusammenzusetzen und sich Gedanken über eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten zu machen. In Wernberg ist das Kulturforum eine Plattform, die sich mit viel Idealismus dafür einsetzt, Kunstinteressierten ein Programm zu bieten, das den Anspruch auf etwas Besonderes erhebt. Doch nicht immer findet es in der einheimischen Bevölkerung die notwendige Unterstützung, die für den weiteren Fortbestand diese Angebots notwendig wäre.

Für Vorsitzenden Helmut Burkhardt und seinen Stellvertreter Hermann Meiller war diese Zusammenkunft eine Gelegenheit, eine Gemeinsamkeit zu schaffen, die alle Anstrengungen in einem gemeinsamen Konzept bündelt, das kulturelle Leben in der Gemeinde darzustellen. Dabei soll Kultur nicht nur auf einige klassische Konzerte reduziert werden. Auch Brauchtum und Tradition gehören in diese Rubrik.

Unterstützung fanden sie dabei durch Johannes Lohrer, dem Leiter des Tourismusbüros der Stadt Schwandorf, und Alexandra Beier, die das Tourismusbüro Oberpfälzer Wald in Nabburg leitet. Beide sind mit den touristischen Gegebenheiten der Region bestens vertraut. Zu dieser Runde gesellte sich auch Bürgermeister Konrad Kiener, dem die touristische Weiterentwicklung der Gemeinde besonders am Herzen liegt. Dabei geht es nicht darum, dem Massentourismus das Wort zu reden, sondern die Besonderheiten der Region ins rechte Licht zu rücken. "Unsere Region weckt den Pioniergeist eines Gastes. Er wird nicht mit Angeboten erschlagen, sondern er kann noch individuell entdecken", weiß Johannes Lehberger die Gegebenheiten einzuschätzen. Der Tourismusverband Oberpfälzer Wald hat umfangreiches Material zusammengestellt, das für den Touristen nur wenige Wünsche offen lässt. Dabei werden alle Möglichkeiten der modernen Kommunikation ausgeschöpft.

Doch dies war nicht das Anliegen der Zusammenkunft. Den Teilnehmern ging es vielmehr darum, speziell für die Marktgemeinde Wernberg-Köblitz das richtige Netzwerk zu schaffen, das dem Touristen die Vorzüge dieser Region schmackhaft macht. "Von einem guten touristischen Konzept profitiert nicht nur der Tourist, es ist auch ein unschätzbarer Vorteil für die einheimische Bevölkerung", ist Hermann Meiller überzeugt. "Die oft unterschätzte Oberpfalz hat so viel zu bieten, dass es dringend an der Zeit ist, den Dornröschenschlaf zu beenden", waren sich alle Beteiligten einig. Die neue Mehrzweckhalle, der Kulturstadl, der Marktplatz und die gastronomischen Betriebe bieten viele Möglichkeiten für ein abwechslungsreiches und vielschichtiges Programm. Alle seien aufgefordert, Ideen und Vorschläge für die Marktgemeinde einzubringen. "Unsere Region hat keinen Grund, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Mit der Burg als Juwel, mit den vielen Vereinen, die das Leben auf vielfältigste Weise bereichern und Bürgern, die zu ihrer Gemeinde stehen, müsste auch diese Aufgabe zu meistern sein", ist der Bürgermeister überzeugt.

Die Zusammenkunft auf der Burg Wernberg war der erste Schritt, wie die kulturelle Zukunft der Marktgemeinde aussehen könnte. Es liege nun an den Bürgern, den Ball aufzugreifen und an der gemeinsamen Aufgabe mitzuwirken. Für alle Vorschläge sind die Marktverwaltung und das Kulturforum offen. "Es wird jeder Vorschlag gewissenhaft geprüft", steht Bürgermeister Konrad Kiener im Wort. Bereits jetzt sollten sich die Bürger Gedanken darüber machen, unter welchem Schlagwort sich die Kulturszene in Wernberg-Köblitz künftig darstellen könnte. Die neue Homepage der Gemeinde wird zudem alle Möglichkeiten der direkten Mitarbeit eröffnen.

Es wird jeder Vorschlag gewissenhaft geprüft.Bürgermeister Konrad Kiener wirbt um touristische und kulturelle Ideen der Bevölkerung
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