21.08.2014 - 00:00 Uhr
WiesauOberpfalz

23-jährige Wiesauerin Sandra Bittner verbringt zwei Monate in Atlanta Mit High Society auf der Rennbahn

Zwei Monate hat Sandra Bittner im Rahmen ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation in Atlanta verbracht. Und für die 23-jährige Wiesauerin war der Aufenthalt in den Vereinigten Staaten eine "Riesenerfahrung".

Sandra Bittner.
von Josef RosnerProfil

Neun Auszubildende in ganz Bayern hatte die "Joachim Herz Stiftung" (Hamburg) bei diesem Pilotprojekt zu dem zweimonatigen Aufenthalt eingeladen. Sandra Bittner war eine von ihnen. Ihr Ziel war die 5,7 Millionen Einwohner zählenden US-Metropole Atlanta. In der Hauptstadt von Georgia an der Südküste der Vereinigten Staaten war die Wiesauerin in einem Appartement auf dem Uni-Gelände untergebracht, mitten in der Großstadt.

Mit der Aktion will die "Joachim Herz Stiftung" Auszubildenden Einblicke in die US-amerikanische Lebensweise geben. Und so ganz nebenbei können die jungen Leute ihre Englischkenntnisse verbessern. Diese Aktion erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus und der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer "USA-Süd".

Kompletter Urlaub

Für Sandra Bittner war dies nicht der erste Auslandsaufenthalt während ihrer Ausbildung bei "Schott Mitterteich". Bereits im November vergangenen Jahres weilte sie für drei Wochen an einem College in London, wo sie ihre Englischkenntnisse verfeinerte.

Im Dezember vergangenen Jahres bewarb sie sich bei der "Joachim Herz Stiftung". Für die acht Wochen Atlanta opferte sie ihren gesamten Jahresurlaub, durfte dafür aber ganz besondere Erfahrungen machen. Ab München ging es Nonstop nach Atlanta. Zehn Stunden später befand sich die junge Frau aus Deutschland in der Hauptstadt von Georgia.

Freilich war der Amerika-Trip kein Urlaub: 40 Stunden pro Woche arbeitete Sandra Bittner in einem Büro, übersetzte dort Dokumente vom Deutschen ins Englische und verfasste Geschäftsbriefe. Weiter erstellte sie verschiedene Profile von Geschäftspartnern. Ihre Arbeitskollegen und ihre Gastgeber lobt die Wiesauerin als "super-nett". "Sie haben mir sehr geholfen und mich unterstützt", erinnert sich die 23-Jährige an den Aufenthalt.

Dampfige 30 Grad

In ihrer Freizeit besuchte sie an den Wochenenden unter anderem, das Coca-Cola-Museum in Atlanta und verschiedene Festivals. Stets mit dabei war die US-Amerikanerin Kiandra, mit der die Auszubildenden schnell Freundschaft schlossen. Das Wetter zeichnete sich durch eine hohe Luftfeuchtigkeit aus, meist hatte es an die 30 Grad. Aufgefallen sind der 23-Jährigen die günstigen Preise für Lebensmittel. "Aber bei uns daheim ist das Essen besser", urteilt die junge Wiesauerin.

Als einen Höhepunkt ihres zweimonatigen Aufenthalts in Atlanta bezeichnete sie den Besuch des Pferderennens "Steeplechase". Die neun bayerischen Auszubildenden waren dort als VIP-Gäste von einer Immobilienfirma eingeladen. "Dort war die ganze High-Society von Atlanta vertreten!"

Ein Besuch galt der US-Metropole New York, wo sie ein ganzes Wochenende verbrachten. Besucht wurde dort das Rockefeller-Center, das Empire State Building, Chinatown und die Freiheitsstatue.

"Die acht Wochen Amerika waren für mich persönlich eine Riesenerfahrung. Ich habe viel Neues gelernt und mein Englisch weiter voran gebracht. Super, dass ich dabei sein durfte", blickt Sandra Bittner zurück. Aufgefallen ist ihr abschließend noch, dass junge Leute in den USA ohne Studium kaum berufliche Chancen haben.

"Meine amerikanischen Freunde zeigten sich begeistert vom Ausbildungssystem in Deutschland, als ich ihnen davon erzählte", sagte sie. Ihren USA-Aufenthalt will sie nicht missen, es war eine tolle Zeit. Jetzt gilt ihre ganze Kraft ihrer Ausbildung, die sie im kommenden Jahr beenden wird.

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