EDV-Schulen in Wiesau feiern 30-jähriges Bestehen - Weitsicht der Verantwortlichen gewürdigt
IT-Branche der Wachstumsmotor

Besonders geehrt wurden beim Festakt die Gründungsmitglieder und Förderer der EDV-Schulen Wiesau, die auf ihr 30-jähriges Bestehen zurückblicken können. Rechts im Bild Fördervereinsvorsitzender Holger Höcht. Bild: kro
Lokales
Wiesau
28.04.2013
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"Es war eine visionäre und mutige Entscheidung des damaligen Kreistags", erinnerte Bürgermeister Toni Dutz beim Festakt am Freitag an die Gründung der EDV-Schulen vor 30 Jahren. Zuvor aber mussten noch einige ministerielle Hürden übersprungen werden.

Dank eines Erwin Huber und einer Monika Hohlmeier sei später diese Schule sogar verstaatlicht worden. "Beide waren unsere engsten Verbündeten."

Fördervereinsvorsitzender Holger Höcht machte die Festgäste auch mit der Jobbörse bekannt, die mit 23 Firmen aus der Region besten Anklang fand. "Die IT-Branche ist der Wachstumsmotor." Es stecke eine große Dynamik in dem Markt. Und die Wiesauer EDV-Schulen stünden für eine hohe Qualität. "Unseren Absolventen geht es gut. Und sie sind auch gut".

Schulleiter Dr. Hermann Körner lobte die Weitsicht der politisch Verantwortlichen, die das Zukunftspotenzial der IT-Berufe schon vor 30 Jahren erkannt haben. Besonderer Dank galt Wolf Rössler und vor allem Reinhard Paetzolt, der die Schule 19 Jahre lang leitete, für die Pionierarbeit beim Aufbau. "Die EDV-Schule war sein Kind. Er ließ es erwachsen werden", so Dr. Körner. Damals begann man mit 28 Schülern, aktuell sind es 152.

Vor 25 Jahren wurde dann ein eigener Förderverein gegründet. 1999 wurde die Schule erster Partner von SAP in ganz Bayern, ein Meilenstein. 2005 wurde aus der kommunalen EDV-Schule eine staatliche Einrichtung. 2008 kam eine erhebliche Erweiterung dazu, verdoppelte sich die Zahl der Absolventen.

Leistungsbereit

Laut Dr. Körner empfehlen 81 Prozent aller Absolventen die Schule weiter, zehn Prozent haben mittlerweile eigene Unternehmen gegründet. "Leistungsbereite Schüler und engagierte Lehrer sind das Erfolgsmodell." Dennoch könne man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. "Wir werden uns den Herausforderungen der Zukunft stellen." Der Leiter des beruflichen Schulzentrums, Dr. Wolfgang Eckstein, dankte allen, die zum Start der EDV-Schulen beigetragen haben, auch dem Freistaat, der anfangs eher skeptisch gewesen sei. Mittlerweile gebe es 1073 Absolventen, "1073 Direkteinmündungen in den Arbeitsmarkt", so Dr. Eckstein. Die EDV-Schulen seien weit über die Region hinaus bekannt. "EDV - das ist mehr ein Segen als ein Fluch, auch für die Zukunft."

"Die digitale Welt hat alles voll im Griff", lobte Landrat Wolfgang Lippert stolze Bilanz der EDV-Schulen. "Hier wird Spezialwissen vermittelt, die EDV-Branche ist der Zukunftsmarkt schlechthin. Der Zuspruch von Schülern außerhalb des Landkreises sei nach wie vor ungebrochen. Großes Lob zollte er dem Falkenberger Unternehmen IGZ, das alljährlich einen Förderpreis für die EDV-Schulen auslobt. "Die Zukunft unserer Region liegt in gut ausgebildeten Menschen. Dies ist dem Landkreis wichtig. Deshalb werden sechs bis sieben Millionen Euro in den Ausbau und die Sanierung des beruflichen Schulzentrums investiert".
Aus dem Sparkassenfonds überreichte Lippert dem Fördervereinsvorsitzenden Holger Höcht einen Scheck über 500 Euro. Bürgermeister Toni Dutz schloss sich mit weiteren 300 Euro an. Er freute sich, dass nun endlich gebaut und die Außenanlage saniert werde. "Bildung als Standortfaktor ist enorm wichtig, die Entwicklung hat uns Recht gegeben."

300 Mitglieder

Bei dem Festakt geehrt wurden die Gründungsmitglieder des Fördervereins: Reinhard Paetzolt, Martin Betz, Gerhard Dotzler, Willi Födisch, Wolf Rössler, Dr, Antonie Schenkel, Eletronic Hösl, Landkreis Tirschenreuth, der Markt Wiesau, Sparkasse Oberpfalz Nord, die Volksbank und Witt-Weiden. Geehrt wurden auch die Förderer Vishay aus Selb und die IGZ aus Falkenberg sowie der langjährige Kassenprüfer Jörg Kinderstuth. Aktuell hat der Förderverein rund 300 Mitglieder und 20 Firmenvertreter.
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