27.08.2014 - 00:00 Uhr
WiesauOberpfalz

Schule für Hotel- und Tourismusmanagement hofft auf Bafög beim Auslandspraktikum Eine Pflicht, die spürbar entlastet

Gute Ausbildung kostet Geld. Deshalb entließen Bürgermeister Toni Dutz und André Putzlocher von der Schule für Hotel- und Tourismusmanagement (HOT) Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger nicht ohne "Hausaufgaben". Sie versprach ihre volle Unterstützung.

von Harald Dietz Kontakt Profil

"Mit der Schule für Hotel- und Tourismusmanagement in Wiesau hat die Oberpfalz einen Marktführer auf dem Ausbildungsmarkt in der Region", resümierte CSU-Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger nach ihrem Besuch im Landkreis Tirschenreuth. Bildung sei ein zentraler Standortfaktor.

Und da nahmen Dutz und Putzlocher die Berichterstatterin für die Unionsfraktion im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages beim Wort. Sie baten Lanzinger, die Ausbildung in Wiesau noch bekannter zu machen.

Die staatliche Berufsfachschule, die als erstes Modellprojekt nach österreichischem Vorbild seit 2005 in einem dualen Ausbildungsangebot Berufsabschluss und allgemeine Fachhochschulreife anbietet, sei ein Erfolgsmodell. Die Schulabbrecherquote liege unter fünf Prozent. "70 Prozent der Absolventen haben im Abschlusszeugnis eine Eins vor dem Komma", wusste André Putzlocher, Fachbereichsleiter der HOT.

Hoch motiviert

"In einer Branche, in der nahezu 50 Prozent der Auszubildenden abbrechen, sind wir besonders stolz darauf, dass wir nahezu alle unsere Schüler als motivierte Persönlichkeiten zum Abschluss bringen", verdeutlichte Putzlocher der Abgeordneten.

Mit Bürgermeister Toni Dutz bat er die Bundestagsabgeordnete um Unterstützung. Lanzinger soll sich dafür einsetzen, dass die nötigen 20 Wochen umfassenden Auslandspraktika für die Schüler verpflichtend werden. Die Folge: Die HOT-Schüler bekämen Bafög. Diese Förderung würde die Kasse der Schule für Hotel- und Tourismusmanagement spürbar entlasten, erläuterte Dutz.

Beim Zoiglbrauer

Nach einem Besuch in der Porzellan-Manufaktur des Wiesauers Ernst Leitner - einer der letzten seines Handwerks in der Region -, der noch eigenhändig in kleiner Auflage produziert, fuhr Barbara Lanzinger in die Zoiglstube der Familie Fischer (Kramer) in Falkenberg. Der Kramer Wolf braut nach einem alten Familienrezept süffigen Zoigl. Die Unionspolitikerin zeigte sich angetan und war sich nach der Besichtigung des Kommunbrauhauses um Fuße der Falkenberger Burg sicher: "Unser Brauchtum in der Oberpfalz hat das Potenzial, Touristen aus dem In- und Ausland anzulocken, wenn es über Landesgrenzen hinweg besser bekannt wäre."

Auf der "Himmelsleiter"

Neben dem Zoiglbier bietet die Region eine weitere kulinarische Köstlichkeit: Mit seinen über 3000 Teichen ist die Oberpfalz ein wahres Paradies für Fischliebhaber. "Für ein gutes Fischmenü mit frisch gefangenem Fisch müssen Touristen nicht bis an die Meeresküste fahren, sondern können in der Oberpfalz ein traditionell zubereitetes Fischgericht genießen", hoben Putzlocher und Lanzinger auf der "Himmelsleiter", einer weiteren Station des Besuchs, hervor. Die CSU-Abgeordnete war vom Blick auf die Tirschenreuther Teichpfanne beeindruckt.

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