Aufgaben und Leistungen der „dritten kommunalen Ebene“ in der Bezirksverwaltung in Regensburg ...
Toni Dutz lädt seine Bürger zur Infofahrt

Über 50 Bürger aus Wiesau waren der Einladung von Toni Dutz (vordere Reihe, grünes Sakko) gefolgt und informierten sich bei einem Besuch in Regensburg über die Arbeit des Bezirks Oberpfalz. Ganz rechts: Dr. Benedikt Schreiner, Leiter der Sozialverwaltung, und Hermann Krauß, Leiter der Bezirkshauptverwaltung. Bild: hfz
Politik
Wiesau
30.12.2016
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Über 50 Bürger waren der Einladung von Bürgermeister und Bezirksrat Toni Dutz gefolgt, um sich in der Bezirksverwaltung in Regensburg über die Aufgaben und Leistungen der "dritten kommunalen Ebene" zu informieren. Die Arbeitsatmosphäre in dem 16-köpfigen Kommunalparlament mit Bezirkstagspräsident Franz Löffler an der Spitze bezeichnete Dutz als "parteiübergreifend von großer Sachlichkeit geprägt". Im kommenden Jahr umfasst der Haushalt des Bezirks rund 428 Millionen Euro, erläuterte Hermann Krauß, Leiter der Bezirkshauptverwaltung. Über 94 Prozent, also etwa 398 Millionen Euro, werden für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung ausgegeben.

Außerdem sorge der Bezirk über sein Kommunalunternehmens "medbo - Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz" bürgernah an sechs Standorten in der Oberpfalz für die neurologische und psychiatrische Versorgung. "Mit rund 3200 Beschäftigten ist der Bezirk auch ein bedeutender Arbeitgeber", ergänzte Krauß. Mit insgesamt 14 unterschiedlichen Förderbereichen von der Denkmalpflege über die Festspielförderung bis zur Jugendarbeit sei der Bezirk ein wichtiger Partner kulturschaffender Menschen. "Von der Wiege bis zur Bahre", so schilderte Dr. Benedikt Schreiner, Leiter der Bezirkssozialverwaltung, die Breite der Aufgaben. Die Leistungen reichten von der Frühförderung für Kinder mit Behinderung über Behindertenwerkstätten bis zur finanziellen Unterstützung beim ambulant betreuten Wohnen älterer Menschen, die ihr gewohntes Lebensumfeld schätzen. Schreiner ging auch auf neue Kooperationswege ein. Geplant ist eine engere Zusammenarbeit mit den Arbeitsagenturen, um psychiatrisch erkrankte Menschen nach einem stationären Aufenthalt möglichst optimal wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren.

Die Idee dahinter: Menschen, die erfolgreich eine psychiatrische Krise bewältigt haben, helfen nach einer speziellen Qualifizierungsmaßnahme gemeinsam mit Fachärzten Menschen, die aktuell professionelle Hilfe brauchen. Schreiner betonte auch den Wert des seit 2013 jährlich vergebenen Inklusionspreises des Bezirks Oberpfalz. "Wir zeichnen damit Projekte aus, die vorbildliche und nachahmenswerte Arbeit leisten im barrierefreien Umgang von Menschen mit und ohne Behinderung", sagte Schreiner.
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