02.03.2018 - 16:04 Uhr
Wiesau

Aufstellung eines "qualifizierten Bebauungsplanes für Gewerbeindustrieflächen" Damit bald Bagger anrollen

Noch ist nichts zu sehen. In den Köpfen der Planer jedoch nimmt das interkommunale Gewerbegebiet, das im Osten von Wiesau entstehen soll, bereits Formen an. Um das Projekt voranzutreiben, heben alle Markträte die Hand.

Um das interkommunale Gewerbegebiet im Osten von Wiesau auf den Weg zu bringen, machten die Gemeinderäte den Weg frei für einen qualifizierten Bebauungsplan. Bild: wro
von Werner RoblProfil

Die ersten Anfragen zu Firmenansiedlungen liegen schon vor, informierte Bürgermeister Toni Dutz. Da wohl weitere Grundstücke benötigt werden, appellierte Dutz an Grundstücksbesitzer sich gesprächsbereit zu zeigen. Um Baurecht zu schaffen beziehungsweise die Maßnahmen für die Schaffung eines interkommunalen Gewerbegebietes einleiten zu können, ist im Vorfeld der Erschließung die Aufstellung eines "qualifizierten Bebauungsplanes für Gewerbeindustrieflächen" nötig. Das vom Sinzinger Ingenieur- und Stadtplanungsbüro Bernhard Bartsch erstellte Konzept lag den Markträten nun zur Kenntnisnahme und Entscheidung vor. Von der Notwendigkeit des Vorhabens und vom Plan überzeugt stimmten die Markträte geschlossen zu.

Bürgermeister Toni Dutz will es jetzt wissen und hebt bei der erneuten Auflage eines Investitionsprogramms entschieden die Hand. Sein erklärtes Ziel: Diesmal kommt Wiesau zum Zug. Er lasse nicht locker, versprach er und betonte, wie sehr ihm die Sanierung des 1977 eröffneten Sportzentrums an der Egerstraße am Herzen liege. Dass Wiesau bei der Vergabe von Fördergeldern, die vor Monaten an die Kommunen ausgeschüttet wurden, nichts bekam, ärgert den Bürgermeister noch heute. Erneut wurde er in den Verteilerausschuss berufen, berichtete er bei der jüngsten Marktratssitzung. Das erste Treffen habe man für die zweite Märzwoche anberaumt. "Zu gegebener Zeit werde ich den Marktrat über den Sachstand unterrichten." Der Markt Wiesau wird sich für das Kommunalinvestitionsprogramm zur Verbesserung der Schulinfrastruktur (KIP-S) bewerben. Zeitnah werde man ein Planungsbüro mit der entsprechenden Vorbereitung und der Erstellung der dafür nötigen Bewerbungsunterlagen beauftragen. "Die hierfür nötigen Haushaltsmittel werden wir bereitstellen", gab Dutz bekannt. Damit wurde das Ziel "Sanierung des Schulsportzentrums" einstimmig auf den Weg gebracht.

Das neue rund 581 000 Euro teure und zu (voraussichtlich) 70 Prozent geförderte Beschilderungskonzept der Ikom Stiftland (wir berichteten) nahm CSU-Marktrat Michael Klarner zum Anlass für eine Wortmeldung. "Es sollte mit den Beteiligten versucht werden, eine einheitliche Beschilderung für den gesamten Landkreis zu erreichen", mahnte der Gemeinderat angesichts der Tatsache, dass sich nicht alle Kommunen an der Vereinheitlichung beteiligen. "Ein Abstimmungsgespräch mit dem Landkreis sollte stattfinden." Bürgermeister Toni Dutz will sich dafür stark machen.

Stichwort Abschaffung der Straßenausbaubeiträge: Dem Markt Wiesau entstünde dadurch eine Finanzierungslücke von mehreren Huntertausend Euro. "Wir erwarten einen Ausgleich vom Freistaat Bayern", forderte Bürgermeister Toni Dutz mit deutlichen Worten. Die Auswertung der jüngst im Gemeindegebiet stattgefundenen Bürgerbefragung ist abgeschlossen, ließ Dr. Emil Lehner (SHL Architekten Weiden) vor einigen Tagen wissen. Das Ergebnis wird Gegenstand der nächsten Marktgemeinderatssitzung am 22. März sein.

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