Investitionen sichern Zukunft

Politik
Wiesau
31.12.2016
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"Die Schreckensmeldungen wühlen die Menschen auf", sagt Bürgermeister Toni Dutz mit Verweis auf den Anschlag in Berlin. Er mahnt die Sorgen der Bürger ernst zu nehmen, warnt aber davor, in Panik zu verfallen. Zum wiederholten Mal erklärt der Bürgermeister: "Integration ist wichtig."

Man müsse denen, die hier bleiben wollen und dürfen, so schnell wie möglich die deutsche Sprache beibringen, unterstrich der Bürgermeister in der Jahresschlusssitzung des Wiesauer Marktrates. Und nicht zum ersten Mal lobte er das Engagement der ehrenamtlichen Helfer vor Ort in der Flüchtlingshilfe.

Die Jugendarbeit einiger Wiesauer Vereine wird auch in diesem Jahr wieder finanziell unterstützt. Bei der Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Dutz: Im Rathaus seien fünf Anträge für insgesamt rund 7780 Euro zuschussfähige Kosten eingegangen. Dutz fügte hinzu: In Abstimmung mit dem Jugendbeauftragten Lars Saller könne man daher Fördergelder von insgesamt 1150 Euro zweckgebunden an Vereine weitergeben. Die Beträge für 2016: SV Schönhaid 400 Euro, Stiftländer Heimatverein 250 Euro, Freiwillige Feuerwehr Wiesau 250 Euro, TB Jahn Wiesau 170 Euro, Jugendrotkreuz Wiesau 80 Euro. Einstimmig befürworteten die Markträte den Antrag für die Bedarfsmitteilung 2017 für Mittel aus der Städtebauförderung (1 050 000 Euro). Thomas Weiß, Geschäftsleiter im Wiesauer Rathaus, erläuterte: Der Antrag beinhaltet Maßnahmen im Untersuchungsgebiet Ortskern, die Neugestaltung der Hauptstraße, die Sanierung des Bahnhofsgeländes und Maßnahmen im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes. Die Anmeldung erfolgt jedoch nicht mehr im Rahmen des bayerischen, sondern künftig im Bund-Länder-Programm. Weiß begründete die Entscheidung mit mehr Flexibilität bei der Planung und Ausführung der Maßnahmen. Der Geschäftsleiter ergänzte: "Zusätzlich konnte auch die Sanierung und die Umgestaltung des Bahnhofsgeländes mit aufgenommen werden, auch Teile der Umgriffsfläche."

Meist einstimmig

In seiner Rückschau auf das Jahr 2016 verwies Bürgermeister Toni Dutz auf zahlreiche Investitionen im Ort. Wichtige Projekte konnten meist einstimmig (laut Dutz zu 98 Prozent) auf den Weg gebracht beziehungsweise bereits abgeschlossen werden. Den Haushalt nannte er solide, die Pro-Kopf-Verschuldung sei rückläufig. Mit Schulden werde man aber auch künftig leben müssen: "Was nützt uns eine schuldenfreie Gemeinde mit null Einwohnern." Man müsse investieren, betonte Toni Dutz. Klar machte er aber auch: "Wir dürfen uns dennoch nicht in Abenteuer stürzen."

Dutz weiter: "Freuen wir uns auf die kommenden Jahre. Viele Dinge liegen noch vor uns." Der Bürgermeister verwies hier auf Hauptstraße, Dorferneuerung in Triebendorf und energetische Sanierung des Rathauses. Ausblickend auf das Jahr 2018 erinnerte er schon jetzt an den Nordgautag in der Marktgemeinde. "Nach dem Bürgerfest werden wir uns voll auf die Großveranstaltung im Jahr 2018 konzentrieren", versprach Dutz abschließend.

Als vorrangig bezeichnete CSU-Fraktionssprecher Fritz Holm die Lärmschutzmaßnahmen am Bahnhof und die Sanierung der Straßen. Bei der Zuteilung entsprechender Fördergelder für die Renovierung des Sportzentrums sei man diesmal zwar leer ausgegangen. Holm empfahl aber, hier nicht locker zu lassen. Vielleicht habe man beim nächsten Mal mehr Glück. Man habe es sich bei manchen Entscheidungen nicht leicht gemacht. Holm betonte: "Wir haben immer zum Wohl der Bürger entschieden." Trotz aller Sparsamkeit seien Investitionen nötig. Sorgen bereiten derzeit Vandalismus sowie illegale Abfallentsorgung.

Zielorientiert

Thomas Streber (Freie-Wähler-Fraktion) bedauerte den Rücktritt von Gemeinderatskollegin Regina Franz. Persönlich bedankte er sich bei Franz für deren konstruktive Mitarbeit. Man habe stets versucht, gemeinsam das Beste zu erreichen. Er wünschte sich weiterhin eine gute Zusammenarbeit im Marktgemeinderat. "Mit dem zu Ende gehenden Jahr können wir durchaus zufrieden sein", zog SPD-Fraktionssprecher Georg Wurzer eine positive Bilanz. "In meiner langjährigen Zeit als Gemeinderat kann ich mich nicht erinnern, dass wir uns schon einmal so viele Maßnahmen auf einmal vorgenommen haben." Wurzer empfahl die Haushaltslage im Auge zu behalten. Der SPD-Fraktionssprecher schloss zusammenfassend: "Es wurden die richtigen Weichen gestellt."

Wir dürfen uns nicht in Abenteuer stürzen.Bürgermeister Toni Dutz


Es wurden die richtigen Weichen gestellt.Georg Wurzer
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