18.12.2017 - 16:28 Uhr
WiesauOberpfalz

Marktrat Wiesau ändert Flächennutzungsplan Beim Lärmschutz laut werden

Nicht zum ersten Mal beschäftigen sich die Wiesauer Markträte mit der Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans im Sondergebiet "Lagerplatz am Bahngelände", wo vor einigen Jahren noch Autos verladen wurden. Zur Sprache kommt auch das nicht nur bei Anwohnern heiß diskutierte Thema Lärmschutz.

Wenige Meter hinterm Rathaus können künftig Wohnhäuser gebaut werden. Mit der Errichtung eines Seniorenheimes sei im Baugebiet "Nördlich Marktplatz" nicht mehr zu rechnen, begründeten die Markträte die Entscheidung zur Änderung des ehemals als Sondergebiet "Altenpflege" ausgewiesenen Geländes. Bild: wro
von Werner RoblProfil

"Die Flächen werden anderweitig genutzt", sagte Bürgermeister Toni Dutz zur Verwendung des Geländes östlich des Bahnhofs, das Umschlagplatz für unbehandelte Hölzer und florierendes Containerterminal ist. Inzwischen sind die ersten Planänderungsentwürfe fertig. Diplom-Ingenieur Bernhard Bartsch stellte sie den Markträten vor. Bartsch hob in der Sitzung hervor: "Das Gutachten wird öffentlich ausgelegt." Neu festgelegt wurden auch die Lärmkontingente. Zulässig seien 60 Dezibel während des Tages und 50 Dezibel in der Nacht. Die einzelnen Punkte habe man mit dem Grundstückseigentümer bereits abgestimmt, fügte Bartsch hinzu.

Weiter informierte er, dass im geänderten Papier auch eine Anordnung enthalten sei, die festlegt, dass dort, wo Container stehen, keine gefährlichen Stoffe gelagert werden dürfen. Die Oberflächenversiegelung am Gelände bleibe unverändert, schloss Bartsch seine Ausführungen. Die Markträte stimmten dem geänderten Flächennutzungs- und Landschaftsplan zu. Gegenstand der weiteren Debatte war auch der erste Planentwurf für die Aktualisierung des Bebauungsplanes "Zwischen den Bahnlinien", den die Markträte positiv zur Kenntnis nahmen. "Wir haben ihn dem derzeitigen Stand angepasst", betonte Bernhard Bartsch und hob hervor, dass das Seniorenpflegeheim "Haus Steinwaldblick" in das Wohngebiet einbezogen wurde. Mit Nachdruck betonte er die Wichtigkeit. "Die dort lebenden Senioren sollen das Gefühl bekommen, inmitten eines allgemeinen Wohngebietes leben zu dürfen", fuhr der Planer fort. "Der Bebauungsplan wurde modern gestaltet", sagte Bernhard Bartsch zur vorgelegten Überarbeitung und versprach: "Die Bürger, aber auch die Fachstellen sollen frühzeitig beteiligt werden." Damit gehe man nun in das Verfahren, so der Gast aus Sinzing. Aufgrund des Umfangs werde man mit einem zweistufigen Verfahren rechnen müssen, vermutete der Sprecher. Stichwort: Lärmschutz Bahn. "Wir müssen das Thema weiter auf den Tisch bringen", kommentierte Bartsch die Bemühungen. "Es bleibt weiterhin spannend, wie der Lärmschutz behandelt wird." Ohne Mitwirkung seitens der Bahn sei dies aber nicht zu lösen, fügte Bartsch hinzu.

Einstimmig auf den Weg gebracht wurde die inzwischen 26. Änderung des Bebauungsplanes "Nördlich Marktplatz". Die bisher als Sondergebiet "Altenpflege" ausgewiesene Parzelle 33 kann künftig für Wohnzwecke genutzt werden, da dort mit der Errichtung eines Seniorenwohnheimes nicht mehr zu rechnen sei. Die Änderung, gegen die auch seitens der Öffentlichkeit keine Einwände erhoben wurden, wird zeitnah bekannt gemacht, erklärte Bürgermeister Toni Dutz. Die eingegangenen schriftlichen Anregungen - zehn an der Zahl - habe man geprüft und in die Abwägungen einbezogen. Weitere Stellungnahmen seitens der angeschriebenen Behörden, ebenso auch der benachbarten Kommunen lagen nicht vor. Bürgermeister Dutz fasste zusammen: Die geänderte Satzung tritt mit der Bekanntmachung in Kraft. "Wir wären sonst eingeschränkt gewesen", zeigte sich Dutz über den Beschluss und die künftige Wohnungsbaunutzung erleichtert.

Es bleibt weiterhin spannend.Bernhard Bartsch zum Thema Lärmschutz durch die Bahn

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