Wiesaus Schulden sinken

Das Interesse an Auskünften aus erster Hand war groß. Mit Spannung erwarteten die Besucher der Bürgerversammlung in Wiesau vor allem Informationen in Sachen Lärmschutz am Bahnhof (wir berichteten). Bild: wro
Politik
Wiesau
02.12.2016
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Die Stabilisierungshilfe tut Wiesau gut. Eine Million Euro war es heuer, freute sich Bürgermeister Toni Dutz. In der Bürgerversammlung präsentierte er eine Reihe weiterer Zahlen - zum Beleg für die gute Entwicklung der Gemeinde.

Die rund 90 Minuten dauernde Bürgerversammlung war ein komprimierter Rückblick auf Gemeinderatsbeschlüsse, Planungen, Fakten und Zahlen. Die Einwohnerzahl (aktuell 4148) sei nahezu stabil geblieben. Erfreuliches gab es auch bei der Geburtenstatistik: sieben Kinder mehr als im Vorjahr (25). Eheschließungen und eingetragene Lebenspartnerschaften: bislang acht. Die Zahl der Sterbefälle bezifferte der Bürgermeister mit 66.

Das Volumen des Gemeindehaushalts: 9 727 300 Euro. Der Schuldenstand zum Ende des Haushaltsjahres 2015 betrug rund 4,7 Millionen Euro. "Damit hatten wir im Haushaltsjahr 2015 einen Schuldenstand von 1155 Euro je Einwohner", rechnete Dutz vor und zeigte sich erfreut über die derzeitige Entwicklung: "Zum Ende dieses Jahres nähern wir uns sicher der 1000-Euro-Grenze." Kämmerer Harald Seitz wagte eine vorsichtige Prognose: "Vielleicht kommen wir sogar unter 1000 Euro." Auch verwies der Bürgermeister auf eine gestiegene Steuerkraft. Nicht ohne Stolz kam Toni Dutz auf die zahlreichen Investitionen zu sprechen. Zeitnah in Angriff nehmen wolle man die Arbeiten an der Hauptstraße, im Umfeld des Schönhaider Dorfstadels und in Triebendorf. Durch den Erwerb der Grundstücke am Bahnhof sei man dem Ziel der Bahnhofssanierung einen Schritt näher gekommen. Das interkommunale Gewerbegebiet und den Lärmschutz am Bahnhof nannte er als vordringliche Ziele. Als einen Wermutstropfen bezeichnete Dutz, dass man bei der Vergabe von Fördergeldern im Hinblick auf eine Sanierung des Sportzentrums das Nachsehen hatte. "Aber wir bleiben dran", sicherte Toni Dutz zu.

Entlastungsstraße

Bis wann man mit der Elektrifizierung der Bahnstrecke rechnen könne, wie aus den Reihen des Publikums gefragt wurde, wusste Dutz nicht. Eine Antwort hatte der Bürgermeister jedoch auf die Frage nach einer Entspannung beim Schwerlastverkehr. "Mit dem interkommunalen Gewerbegebiet kommt auch eine Entlastungsstraße", versprach Dutz. "Wir haben die Probleme bravourös gemeistert", blickte Toni Dutz auch auf die Monate zurück, in denen die Dreifachturnhalle als Notunterkunft genutzt wurde: "Wir haben die Nächstenliebe gelebt." Ohne die Unterstützung der Ehrenamtlichen wäre das aber nicht möglich gewesen, wandte er sich dankbar an die Helfer. Dutz schloss die Bürgerversammlung mit den Worten: "Wir versuchen, dass alles passt."
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