01.03.2018 - 16:56 Uhr
Wiesau

Fastenpredigt mit Pater Klaus Kniffki Gegen das Böse kämpfen

Die Fastenpredigt ist fester Bestandteil der vorösterlichen Zeit in Wiesau. Gesanglich unterstützt wird die nachdenkliche Stunde von Pfarrer Maximilian Roeb. Am Ambo steht Pater Klaus Kniffki. Sein Thema: Jesus, unser Befreier und Heiler.

Pater Klaus Kniffki (Bild) mahnte und rüttelte bei der Fastenpredigt in St. Michael auf. Bild: wro
von Werner RoblProfil

"Im Rahmen seiner seelsorgerischen Arbeit befasst er sich mit der pastoralen Hilfe", stellte Pfarrgemeinderatsmitglied Josef Stock den rund 70 Gläubigen Pater Klaus Kniffki vor, der der Einladung zur ersten Fastenpredigt in diesem Jahr in der katholischen Kirche in Wiesau gefolgt war.

"Was macht Jesus so faszinierend?", fragte der Pater, der darauf selbst die Antwort gab: "Wenn er unter uns ist, lassen sich die Menschen auf ihn ein." Glauben nur verwalten, sei ein Beweis seines Fehlens, bedauerte er. Es folgte ein ungewöhnlicher Schwenk des Predigers, der an dieser Stelle auch an Bibelstellen erinnerte, wo von unreinen Geistern die Rede ist. "Gibt es sie?", fragte er. Darauf Kniffki: "Ja, es gibt eine menschenfeindliche Macht!" Er zitierte: "Jesus hat die Vollmacht, die unreinen Geister zu bekämpfen." In der Bibel werde davon mehrmals gesprochen.

Stiftland "Heiliges Land"

Wieder an anderer Stelle fragte der Prediger die Zuhörer: "Gibt es die Geister auch bei uns?" Pater Kniffki, der das Stiftland kennen und schätzen gelernt hat, fügte lächelnd hinzu: "Wohl weniger." Das Stiftland sei ein "Heiliges Land", lobte er den hier lebenden Menschenschlag. Andernorts aber feiere das Böse durch Machtsucht und Geldgier Erfolge. "Ist das nicht furchtbar?" Kniffkis Empfehlung ganz zum Schluss: "Führen wir keinen Dialog mit dem Bösen", das er im Verlauf seiner rund 45-minütigen Fastenpredigt hin und wieder auch als den "Teufel" bezeichnete.

"Beten wir, wie es uns der Herr gelehrt hat, und beten wir gemeinsam auch ein Ave Maria", schloss der Sprecher von den Steylern aus Tirschenreuth seine Predigtworte, die nicht allein Jesus, sondern immer wieder auch dessen Widersacher zum Inhalt hatten. Das eher ungewöhnliche Thema beeindruckte die Zuhörer, auch Pfarrgemeinderat Josef Stock, der die Fastenpredigt eingeleitet hatte und mit einem Lied - angestimmt von Pfarrer Maximilian Roeb - und einem herzlichen Vergelt's Gott an Prediger Klaus Kniffki gerichtet beschloss.

Pater Klaus Kniffki

Zwölf Jahre lang - von 1975 bis 1987 - arbeitete Pater Klaus Kniffki (geboren 1947 im baden-württembergischen Weihungszell und 1974 in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Priester geweiht) als Steyler Missionar in der mexikanischen Erzdiözese Oaxaca. Sein späteres Wirkungsfeld führte ihn wenige Jahre danach zurück nach Europa - in die Niederlande, 1995 auch nach Moldawien, wo er bis 2013 die Gläubigen betreute. "Eine Pfarrei fand ich jedoch nicht vor, dafür aber Menschen, die an Gott glauben." Nach einem rund einjährigen Aufenthalt in Bozen ist Kniffki seit 6. Oktober 2014 Mitglied der Kommunität der Steyler von St. Peter Tirschenreuth. (wro)

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