11.12.2017 - 17:48 Uhr
WiesauOberpfalz

Forstbetrieb startet umfangreiche Waldpflege und Verkehrssicherung Behinderungen an Waldseen

Die Forstarbeiten im Naherholungsgebiet Waldseen beginnen am 12. Dezember und sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein. Die Fällaktionen machen vorübergehend auch Wegsperrungen notwendig.

Bei einem Ortstermin mit Revierförster Matthias Gibhardt (Dritter von rechts) erläuterte Betriebsleiter Gerhard Schneider (Vierter von rechts) den Zuhörern die geplanten Waldarbeiten an den Waldseen. Bild: wro
von Werner RoblProfil

Wiesau/Schönhaid. Was genau geplant ist, darüber informierte Forstdirektor Gerhard Schneider mit Revierförster Matthias Gibhardt und Forst-Mitarbeitern bei einem Ortstermin am Montag. Die Vorgaben sind klar definiert: Oberste Priorität - neben der Profitsicherung - habe die Bewahrung der Natur, betonte Schneider. Der Forstbetrieb Waldsassen mit seinen zehn angeschlossenen Revieren bewirtschafte mit 60 Beschäftigten rund 23 000 Hektar Staatswald. Jährlich werden dort 165 000 Festmeter Holz geerntet.

Auch im Naherholungsgebiet Waldseen sind in den kommenden Tagen umfangreiche Maßnahmen und Waldpflegearbeiten geplant. Darüber informierten die Staatsforsten vorab Mitarbeiter aus dem Wiesauer Rathaus, des örtlichen Bauhofs und die Verantwortlichen des Fischereivereins. Bürgermeister Toni Dutz hob die Bedeutung des Naherholungsgebietes ebenso hervor wie die Tatsache, dass sich die Gemeinde gerne in die geplanten Arbeiten einbringen werde.

Gemeinsam mit den Verantwortlichen aus dem betroffenen Forstbetrieb hatte man sich vor wenigen Tagen dafür ausgesprochen, dringend notwendige Fällarbeiten noch vor den Weihnachtstagen in Angriff zu nehmen. Der Beginn der Verkehrssicherungsmaßname an den Waldseen ist für Dienstag, 12. Dezember, geplant. "Zeitnah sollen sie abgeschlossen werden", informierte Gerhard Schneider beim Treffen am Eingang zum Fischlehrpfad unweit der "Kipp". In den nächsten Wochen werde es immer wieder zu Sperrungen, aber auch zu Behinderungen an den Parkplätzen kommen, kündigte der Forstdirektor an.

"Wir werden die Beeinträchtigungen für Erholungssuchende jedoch so gering wie möglich halten", versprach er. "Eigentlich waren die Arbeiten bereits für den Spätherbst geplant", bedauerte Schneider die Verzögerung durch den Einschlagstopp aufgrund aktueller Stürme. Jetzt sei der Zeitplan in den Winter gerutscht. "Holzarbeiten sind gefährlich", bat der Betriebsleiter darum, die ausgewiesenen Bereiche während dieser Zeit zu meiden. Dringend empfahl er, die Warnhinweise zu beachten: "Das geschieht zum eigenen Schutz."

Zwingend notwendig sei die Entfernung verkehrsgefährdender Bäume entlang der Wege, sagte Schneider. Besonders betroffen seien Bäume mit dürren Ästen. Es bestehe die Gefahr, dass das Totholz auf die Waldwege und damit auch Spaziergänger oder dort Sporttreibende fällt. "Die Gefahr muss beseitigt werden", betonte der Forstdirektor. Darüber hinaus würden die Waldbestände rund um die Waldseen partiell auch durchforstet. "Wesentliches Ziel ist es, die Flächen widerstandsfähiger gegen Stürme und Nassschnee, aber auch fit für den Klimawandel zu machen."

Um die Waldarbeiten rasch voranzutreiben, werden die Sicherungsarbeiten von zwei Teams und einem Harvester durchgeführt. Nach Beendigung der Maßnahmen soll es möglich sein, Brennholz zur Selbstwerbung beziehungsweise "frei Waldstraße" zu erwerben. Interessenten können sich an das zuständige Revier in Falkenberg (Telefon 09637/347) wenden.

Mit Abschluss der Arbeiten werden die Wanderwege im Naherholungsgebiet gepflegt und wieder instandgesetzt, so dass einem sicheren und erholsamen Besuch der Wiesauer Waldseen nichts mehr im Wege stehe, versicherte Gerhard Schneider. Für das kommende Jahr sei auch eine Instandsetzung des in den 1970er-Jahren errichteten "Trimm-Dich-Pfades" sowie die Sanierung des Fischlehrpfades geplant. "Wir bitten die Bevölkerung und alle Freunde der Waldseen um Verständnis für diese Maßnahme", fasste der Forstbetriebsleiter zusammen. Einen Überblick über die Arbeiten verschafften sich die Gäste beim Rundgang entlang der künftigen Wald-Baustelle.

Wir werden die Beeinträchtigungen für Erholungssuchende jedoch so gering wie möglich halten.Forstdirektor Gerhard Schneider

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