15.05.2018 - 20:00 Uhr
WiesauOberpfalz

Hartnäckigkeit zahlreicher Naturschützer zeigt Wirkung Blumenwiesen erinnern an die Kindheit im Steinwald

Friedenfels. Der Anblick der bunten Frühlingsmatten mit dem Breitblättrigen Knabenkraut (Bild), dem Schmalblättrigen Wollgras, dem Kleinen Klappertopf und der Kuckuckslichtnelke ruft Erinnerungen an die Blumenwiesen der Kindheit hervor. Vor etwa 5000 Jahren begann der Mensch sesshaft zu werden und den Lebensraum zu verändern. Da die Möglichkeiten der Kultivierung der Landschaft begrenzt waren, konnte sich ein vielfältiges Mosaik von natürlichen Lebensräumen mit Hecken, Böschungen, Mooren, Feuchtwiesen und Mischwäldern entwickeln. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft mit Entwässerung und Überdüngung sowie der Zersiedelung verschwanden viele Tier- und Pflanzenarten und der Umfang der "Roten Liste" der gefährdeten Tiere und Pflanzen wuchs. Die Leidenschaft und Hartnäckigkeit vieler Naturschützer und Naturschutzverbände bewirkte in den zurückliegenen Jahren einen Wandel, so dass schützenswerte Relikte erhalten werden konnten, wo sich das Breitblättrige Knabenkraut, eine heimische Orchideenart, wieder ausbreiten kann, wie hier an einem Standort im Steinwald mit über 260 Exemplaren (vor einem Jahr waren es 130). Eine Entwicklung, die zuversichtlich stimmt. Bild: sds

von Redaktion OnetzProfil

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