11.01.2018 - 20:00 Uhr
WiesauOberpfalz

Landrat Wolfgang Lippert empfängt die saisonalen Landkreishoheiten Bunte Farbenpracht in der Berufsschule

So viele Prinzessinnen auf einen Fleck sieht man auch nicht alle Tage. 15 Stück sind es diesmal beim traditionellen Empfang der Prinzenpaare durch den Landrat. Und der begrüßt seine Gäste mit den Worten "Viel schlimmer kann es nicht mehr kommen ..."

Landrat Lippert (links) hatte die Lieblichkeiten und Tollitäten zum Empfang nach Wiesau eingeladen. Fasching sei mehr als nur eine Gaudi, stellte die Regionalpräsidentin der Ostbayerischen Faschingsgesellschaften Waldtraud Rath (2. von links) in ihrem Grußwort fest. Bild: wro
von Werner RoblProfil

Er meinte damit aber keineswegs die notwendig gewordene Verlegung des alljährlichen Prinzenpaar-Treffens (sonst im Landratsamt) in das neue und großzügig erbaute Foyer im Beruflichen Schulzentrum nach Wiesau. Vielmehr erinnerte er daran, dass bereits nach dem 13. Februar sämtliche Faschingskostüme wieder in den Schränken verstaut werden müssten. "Die Saison ist heuer extrem kurz", so Lippert beim 24. Empfang der Prinzenpaare samt Hofstaat aus den Faschingsgesellschaften im Landkreis.

Wegen Umbau verlegt

"Der Fasching im Landkreis hat durchaus Bedeutung", hob er beim bunten Treffen der Landkreishoheiten weiter hervor. Der Empfang der Faschingsgesellschaften sei inzwischen Tradition. Mit Blick auf die Baustelle im Landratsamt meinte er: "Der Umbau kann die Tradition nicht brechen." Die Idee, die Räume des Landratsamtes diesmal wegen der Baustelle zu meiden und kurzerhand nach Wiesau umzuziehen, hatte die Präsidentin der Wiesauer Faschingsgesellschaft "Weiß-Blau", Irmgard Hegen. Sie regte an, doch stattdessen die großzügige Örtlichkeit in der Landkreismitte zu nutzen.

"Viele kleine Ortschaften wachsen im Fasching regelrecht über sich hinaus", fuhr Lippert in seiner Ansprache vor den versammelten Prinzen und Prinzessinnen sowie deren Gefolge fort. "Die Prunksitzungen oder die Faschingsumzüge stellen ein Highlight dar", lobte er das Engagement der Faschingsvereine. In den betreffenden Orten sei ein besonderer Zusammenhalt zu beobachten. Erfreut zeigte sich der Kemnather, dass der Fortbestand der Vereine angesichts der vielen Nachwuchskräfte durchaus gesichert einzuschätzen sei. Es sei gut, wenn sich die Jugend einbringe, fuhr der Sprecher fort.

Der Fasching habe eigene Gesetze und sei geeignet, gewisse Ereignisse in den Kommunen aus einem besonderen, humorvollen Blickwinkel zu beleuchten: "Gepfeffert mit einer Prise Ironie, fertig ist das Faschingsmenü", untermauerte Wolfgang Lippert seine Gedanken dazu und zitierte Karl Valentin, der einmal sagte: "Fasching kann Spuren von Humor enthalten."

Zum 40. Mal Seniorengaudi

"Heuer veranstalten wir den 40. Seniorenfasching", verwies der Landrat auch auf die Jubiläums-Veranstaltung am 28. Januar im Kettelerhaus. Organisiert wird das bunte Treiben von der "Tursiana" Tirschenreuth. Präsidentin Iris Fennerl arbeitet hier eng Wolfgang Fenzl von der Seniorenfachstelle am Landratsamt Tirschenreuth zusammen. Fenzl hat anlässlich des Jubiläums ein wenig in den Archiven gekramt, um auf die vergangenen Jahrzehnte "Seniorenfasching" in der Kreisstadt zurückblicken zu können.

Die Grußworte der Vereinigung der Faschingsgesellschaften in Ostbayern überbrachte die Plößbergerin Waltraud Rath. Die Regionalpräsidentin stellte in ihrer kurzen Ansprache fest, dass Fasching doch etwas mehr sei als nur eine Gaudi. Rath überreichte Landrat Lippert den Jubiläumsorden "50 Jahre Vereinigung der Faschingsgesellschaften in Ostbayern" und den Jahres-Pin.

Nach Wiesau geladen waren von "Blau Weiß" aus Wiesau das Prinzenpaar Amelie I. und Patrick I., das Seniorenprinzenpaar Ulrike IV. und Otto IV. sowie das Kinderprinzenpaar Katharina II. und Julian I. Weiter waren da vom "Gaudiwurm Mitterteich" die Regenten Daniela II. und Andreas I. das Seniorenprinzenpaar Elfriede I. und Johann I. sowie das Kinderprinzenpaar Hanna I. und Felix I. Von "Rosamunde Mähring" waren Cornelia II. und Thomas III. dabei. Nicole I. und Andreas I. repräsentierten den Fortschauer Carnevalsclub sowie Verena I. und Thomas I. die Tanzgruppe des TSV Krummennaab .

Das Prinzenpaar Anna I. und Philipp I. sowie das Kinderprinzenpaar Romy I. und Simon IV. vertraten den Plößberger Faschingsverein , Sarah I. und Volker I. waren vom Waldecker Carnevalsverein gekommen. Von der Faschingsgesellschaft "Tursiana" Tirschenreuth nahmen das Prinzenpaar Svenja I. und Christian III. sowie das Kinderpaar Luisa I. und Moritz I teil. Katharina I. und Emilio I. vom der Sektion Prinzengarde des TSV Reuth rundeten den Kreis der Tollitäten und Lieblichkeiten aus dem Landkreis ab.

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