16.10.2017 - 20:00 Uhr
WiesauOberpfalz

Verband Wohneigentum - Kreisverband Tirschenreuth trifft sich zur Herbsttagung in Wiesau Digitale Wasserzähler und Rauchmelder im Fokus

Wer "oben ohne" ist, sollte sich langsam sputen. Zum Jahreswechsel werden Rauchmelder an den Decken auch in Altbauwohnungen zur Pflicht. Dies ist nicht die einzige Neuerung, die Siedler derzeit bewegt.

Zum Thema Rauchmelder referierte Willi Duschner (Mitte), über digitale Wasserzähler sprach Wolfgang Haberkorn (links). Kreisvorsitzender Otmar Zeitler vom Verband Wohneigentum (rechts) freute sich über ein volles Haus. Bild: wro
von Werner RoblProfil

Brandmelder und digitale Wasseruhren bildeten die Schwerpunkte der Herbsttagung des Kreisverbands Wohneigentum im Restaurant des Sportzentrums. Das Interesse an den angebotenen Themen war groß. Kreisvorsitzender Otmar Zeitler aus Friedenfels freute sich über ein volles Haus.

Zum Thema Rauchmelderpflicht referierte Kreisbrandmeister a. D. Willi Duschner aus Wernberg-Köblitz, der dabei aus seiner mehrjähriger Erfahrung schöpfen konnte. Er empfahl die Verordnung sehr ernst zu nehmen, auch wenn die Einhaltung nicht überwacht werde. Für das Abbringen, auch für die Wartung, sei jeder einzelne selber verantwortlich. "Aber Gefahr besteht für alle", warnte der Referent davor, die Sache zu unterschätzen. "Rauchmelder schützen vor Vergiftungen", erinnerte der Referent an die Tatsache, dass deutlich mehr Erstickungsopfer als Brandopfer zu beklagen seien.

Duschner empfahl: "Achten Sie weniger auf den Preis. Schauen Sie vor allem auf die Qualität bzw. auf die DIN-Normen, die auf der Verpackung stehen." Mit dem Mindestschutz könne man bereits vorsorgen. "Besser ist aber ein optimaler Schutz mit mehreren Geräten im Keller, im Hobbyraum, in der Küche, auf dem Dachboden und im Heizungskeller", so der Wernberger Feuerwehrmann. Er erinnerte noch einmal daran, dass ab 2018 Rauchmelder in jedem Haus - also auch in älteren Gebäuden - vorhanden sein müssten.

Wolfgang Haberkorn, Wasserwart der Pfaffenreuther Gruppe, widmete seinen anschließenden Vortrag den digitalen Wasserzählern. "Sie werden im Laufe der kommenden Jahre kommen", verwies der Vertreter auf die modernen Geräte, welche die Arbeit der Wasserwarte künftig erleichtern werden. "Am Fortschritt führt kein Weg vorbei", fügte der Sprecher hinzu. Haberkorn konnte aber beruhigen: "Die kostenverursachende Umstellung kommt nicht sofort." Es werde hier schrittweise vorgegangen, wie auch der zuständige Wasserwart der Wiesauer Marktgemeinde, Martin Förster, bestätigte.

Die seit Jahren verwendeten Wasserzähler seien auf einem technisch veralteten Stand. "Leider sind sie auch sehr anfällig." Durch Verschleiß träten Ungenauigkeiten bei der Durchlaufmessung auf. "Das kann ins Geld gehen." Unregelmäßigkeiten bei der Messung könnten sowohl nach oben als auch nach unten auftreten. Bereits nach sechs Jahren müssten die Geräte ausgetauscht werden. Darüber hinaus seien die bislang verwendeten Zähler hygienisch nicht unbedenklich, warnte Haberkorn. Als ein weiteres Problem bezeichnete er die derzeit oft fehlerhafte oder verspätete Übermittlung der Verbrauchsmessungen durch die Abnehmer.

Die Vorteile für die Digitalisierung lägen auf der Hand, betonte Haberkorn. Neben der präziseren Erfassung kleinster Volumenströme und einer deutlich verbesserten Messgenauigkeit sei auch die Installation einfacher und flexibler. Digitale Wasserzähler könnten sowohl horizontal als auch vertikal angebracht werden.

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