23.02.2018 - 20:00 Uhr
Wiesau

Vom alten Gottesacker blieben nur noch Erinnerungen Früher lag der Friedhof an der Pfarrkirche

Der alte Friedhof von St. Michael

Die zu klein gewordene Pfarrkirche „Sankt Michael“ wurde 1935 erweitert. Mitte der 1960er Jahre wurde das Rotheigner-Anwesen (links) abgerissen. Das Foto zeigt auch die alte Friedhofsmauer, die das Friedhofsareal bis zu seiner Auflösung umschloss. Archivbildrepro: wro
von Werner RoblProfil

Wiesau. (wro) Bis hinein in die späten 1920er Jahre dienten die weitläufigen Grundstücke unweit der Kreuzbergkirche am "Kalvarienberg" der Landwirtschaft als Wiesen und Äcker. Ihre letzte Ruhe fanden die Toten vorher im alten Friedhof rund um die Pfarrkirche. St. Michael war einst auch von einer hohen Mauer umgeben, und das Gotteshaus war deutlich kleiner als heute. Die Kirchen- bzw. Friedhofsmauer diente auch zum Schutz vor frei herumlaufendem Vieh. So ist zumindest in der Wiesauer Chronik nachulesen, Von der Auflösung des Wiesauer Friedhofs und der Umbettung der Toten gibt es viele Gruselgeschichten. Stets zogen die Arbeiten auch Neugierige, nicht selten auch Kinder an, welche die Exhumierungen interessiert verfolgten. 1935 begann man die zu klein gewordene Pfarrkirche zu erweitern. 1965 erwarb die Marktgemeinde das 1873 erbaute, nahe gelegene Rotheigner Anwesen. Gut ein Jahr später rückten auch dort die Abbruchmaschinen an. Das Gelände - wo einst der alte Friedhof beheimatet war - ist heute eine gepflegte Anlage. Seite 33

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