08.05.2016 - 11:38 Uhr
WiesauOberpfalz

Wohnhausbrand im Zentrum von Wiesau Feuer lässt Fenster bersten

Schreck am Sonntagvormittag: Wohnhausbrand im Zentrum von Wiesau. Als die Feuerwehren anrücken, schlagen aus dem Obergeschoss des Mehrfamilienhauses Flammen. Nach rund 40 Minuten meldet Kreisbrandrat Andreas Wührl: "Feuer aus." Es gibt einen Verletzten.

Die Feuerwehr ist im Einsatz bei einem Wohnhausbrand im Zentrum von Wiesau. Bild: Dietz
von Harald Dietz Kontakt Profil

Was zu dem Brand mit enormer Hitzeentwicklung führte, ist noch völlig unklar. Möglicherweise gab es eine Verpuffung. Die Scheibe eines großen Fenster wurde mit großer Wucht nach außen geschleudert, zerbarst in Tausende Teile. Die Splitter liegen mehrere Meter vom Haus entfernt auf Grünflächen und Wegen.

Laut Kreisbrandrat Andreas Wührl leben in den aneinander gebauten Häusern 33 Menschen. Alle können sich seinen Informationen zufolge unverletzt ins Freie retten. Sie werden ins Feuerwehrhaus gebracht und dort betreut, bis klar ist, wann sie in ihre Wohnungen zurück können. Der Wohnungsinhaber war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht zu Hause.

Ein Ersthelfer zieht sich beim Brand Verletzungen durch Rauchgase zu. Im Einsatz sind die Feuerwehren aus Wiesau, Fuchsmühl, Mitterteich (Drehleiter), Falkenberg, Gumpen, Pechofen, Waldsassen, Schönhaid/ Leugas, Voitenthan. Vor Ort sind auch Notarzt Dr. Wolfgang Fortelny, Helfer vor Ort aus Wiesau und weitere Rettungskräfte. Nach einem Außen- und einem Innenangriff war das Feuer nach Auskunft von Kreisbrandrat Andreas Wührl rasch unter Kontrolle.

Feuerwehrleute dringen unter schwerem Atemschutz zum Brandherd im dritten Stock vor. Dabei zeigt sich, dass das Feuer auch eine benachbarte Wohnung in Mitleidenschaft gezogen hat. Nachdem die Flammen erstickt sind, kommen Drucklüfter zum Einsatz, um den Rauch aus dem Gebäude zu bringen. Bereits vorher waren Rauchverschlüsse gesetzt worden. Der Schaden ist enorm und liegt laut Angaben der Polizei über 100.000 Euro.

Der Grund für den Brand mit einem Schaden im sechsstelligen Eurobereich wird von der Kriminalpolizei Weiden erforscht, die bereits die Ermittlungen vor Ort übernommen hat.

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