Sagner-Gebäudereinigung und -Objektschutz aus Wiesau stellen Insolvenzantrag
"Im Kern gesunde Gesellschaften"

"Wir versuchen, die Unternehmen möglichst früh aus dem Insolvenzverfahren herauszukriegen", versicherten die vorläufigen Insolvenzverwalter Alexander Kießlich (links) und Florian Schott (Zweiter von links). Mit im Bild Bürgermeister Toni Dutz (Zweiter von rechts) und Steuerberater Harald Bächer (rechts). Bild: hd
Wirtschaft
Wiesau
01.05.2013
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Die gute Nachricht vorweg: Die Löhne der fast 180 Mitarbeiter sind gesichert. Vor wenigen Tagen haben die "Sagner Services GmbH Gebäudereinigung" und die "Sagner Services GmbH Objektschutz" Antrag auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Die Insolvenzverwalter sind aber äußerst optimistisch, was die Zukunft angeht. Der Geschäftsbetrieb könne ohne spürbare Auswirkungen weiterlaufen.

Einen Tag vor dem Tag der Arbeit erfuhren die Beschäftigten der beiden GmbHs Details zum Insolvenzverfahren. Nurcan Sagner begrüßte sie herzlich im Saal des Pfarrzentrums. Die Kunden seien informiert, wobei es durchwegs positive Reaktionen gegeben habe, so Sagner. "Das haben wir Ihnen, liebe Mitarbeiter, zu verdanken." Die Aufträge blieben weitgehend erhalten, "weil unsere Kunden so zufrieden mit Ihnen sind".

Für die Gebäudereinigungs-GmbH (Geschäftsführerin Sabrina Erlacher) hat das Gericht Rechtsanwalt Florian Schott zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, für die Objektschutz-GmbH (Geschäftsführerin Jasmin Forte) Rechtsanwalt Alexander Kießlich. Florian Schott formulierte am Dienstag als klares Ziel: "Wir wollen den Geschäftsbetrieb der beiden Unternehmen auf Dauer erhalten." Alles was er und sein Kollege bislang in Erfahrung gebracht hätten, stimme zuversichtlich. Aufgrund der tollen Leistungen der Mitarbeiter, würden die Kunden zu Sagner stehen. Wichtig war Florian Schott: "Die Mitarbeiter sollen keine Einschränkungen erfahren." Das März-Gehalt sei normal bezahlt worden. Nun sichere das Insolvenzgeld drei Monate lang das Einkommen. "In dieser Zeit müssen wir eine Lösung suchen", die Unternehmen aus den Insolvenzverfahren herauszubringen. "Da arbeiten wir intensiv mit der Familie Sagner zusammen." Ziel sei die Übertragung auf neue GmbHs. Florian Schott unterstrich: "Momentan braucht niemand befürchten, dass er seinen Arbeitsplatz verliert."

"Hervorragende Basis"

Der vorläufige Insolvenzverwalter war guter Dinge, was die Zukunft anbelangt. Er sprach von einer hervorragenden Basis für einen dauerhaften Erhalt der Unternehmen. "Es handelt sich um im Kern gesunde Gesellschaften." Detailliert erläuterte der Weidener Rechtsanwalt, wie die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes funktioniert. "Sie kriegen weiterhin das volle Nettogehalt." Mitarbeiter wollten wissen, ob sie ihren Urlaub wie geplant nehmen könnten. Andere fragten: "Was können wir tun, um die Zukunft zu sichern?" Darauf Florian Schott: "So hervorragend weiterarbeiten wie bisher." Dann blieben auch die Kunden. Den Mitarbeitern bescheinigte er: "Sie machen einen tollen Job." Abschließend versprachen Schott und Kießlich: "Sie dürfen sicher sein, dass wir uns einen Haxn ausreißen, damit wir die geplante Lösung hinbekommen."
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