Humorvolle Tipps für eine harmonische Partnerschaft
Hoppe,hoppe Reiter

Wer braucht schon ein Pferd auf der Bühne? Wolfgang Gnesner (Mitte) holte sich für Reittrockenübungen zwei Männer aus dem Publikum auf die Bühne. Bild: fvo
Freizeit
Windischeschenbach
30.06.2017
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Geduld, Respekt und Vertrauen sind Voraussetzungen für eine harmonische Beziehung zum Pferd. Trotz allen Klamauks stellt Wolfgang Gnesner die gute Beziehung zwischen Mensch und Tier in den Mittelpunkt.

Wurz. (fvo) Das Publikum lachte in der Wurzer O'Schnitt-Halle über tiefgründige "Pferde-Comedy". "Geht mit den Pferden anständig und respektvoll um, dann werdet ihr es in gleicher Weise zurückbekommen", appellierte der Pferdetherapeut und Ausbilder Wolfgang Gnesner aus Borken (Nordrheinwestfalen) an seine Zuhörer.

Er bot im Begleitprogramm der Deutschen Meisterschaft der Islandpferde lustige Aspekte rund um die Reiterei. Die diversen Beziehungen zwischen Mensch und Pferd ging er von der witzigen Seite an. Grundlage ist seine Überzeugung, dass Tiere immer mehr vermenschlicht werden. Das führe zu Konflikten, daraus entstünden aber auch komische Situationen. Pferdefreunde bis aus Bayreuth waren gekommen, um sich zu amüsieren. Recht anschaulich stellte Gnesner das Kennenlernverhalten der Menschen dem der Pferde gegenüber. "Wenn wir Menschen jemandem imponieren wollen, zeigen wir uns von der besten Seite". Bei den Vierbeinern geht es richtig zur Sache. Pferde wollen zuerst ihre Konflikte ausfechten, indem sie sich reiben und beißen - erst dann sind sie Freunde. Durch diese Rangkämpfe ließen sich Unklarheiten beseitigen. Viele Reiter würden sich fragen, warum ihr Pferd sie nicht mag. Das liege daran, dass der Mensch viel zu nett zum Pferd sei und dieses mit dieser Sanftheit nicht umgehen könne.

Hobby zum Beruf

Der 58-Jährige reist seit einem Jahr mit seiner Pferde-Comedy sehr erfolgreich durch ganz Deutschland. Auch der Fernsehsender Kabel 1 ist auf den Pferdemann aufmerksam geworden und hat zwei Sendungen ausgestrahlt - weitere folgen. Der frühere Speedwayfahrer begann erst mit 27 Jahren mit dem Reiten. Früher hatte er einen Autobetrieb. Erst 1993 hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Am Anfang seiner Reitkarriere kaufte er sich mit seinem Bruder zusammen ein Pferd und nahm Unterricht bei einer Pferdewirtin. Besonders verwunderte ihn damals die sogenannte Reitersprache: "Reiten wir auf die rechte Hand", befahl die Reitlehrerin und meinte damit, rechts abzubiegen.

Trockenübungen

"Reiten ist einfach - der Weg dorthin ist allerdings schwer", blickte der heutige Pferdeexperte lapidar zurück. Eine gute Ausbildung sei das Wichtigste. Der Pferdkommunikator beorderte in Wurz einige Reiter auf die Bühne. Diese mussten verschiedene Bewegungen im Sattel zur Freude der Besucher als Trockenübungen live vorführen. "Pferde reiten ist was anderes, als Pferde bewegen." Beim Reiten müsse man vieles erst fühlen. Es gebe keine schlechten Reiter, es gebe nur schlechte Körperkoordination, erklärt er.

Wichtig war es Gnesner, bestehende Probleme zwischen Zwei- und Vierbeinern festzustellen und mit Humor zu betrachten.
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