21.03.2018 - 20:00 Uhr
Windischeschenbach

Nur Camper bleiben länger 2017 mehr Übernachtungen

Der durchschnittliche Gast bleibt für 2,48 Übernachtungen in Windischeschenbach. Die Statistik weist für 2017 deutlich bessere Zahlen aus als für 2016 (2,39). "Und das, obwohl der Oberpfälzer Hof zum Jahresende hin schon auf Sparflamme lief", gibt Bürgermeister Karlheinz Budnik zu bedenken.

Der typische Gast kommt zum Wandern oder Radeln nach Windischeschenbach. Er genießt den Zoigl und bleibt ein bis zwei Tage in der Stadt. Bild: Popp
von Michaela Lowak Kontakt Profil

2016 registrierte das Tourismusbüro 38 089 Übernachtungen, 2017 waren es 42 464. 15 918 Menschen kamen 2016 in die Stadt, 2017 stieg diese Zahl auf 17003 Gäste. "Das ist gar nicht so schlecht", freuten sich die Mitglieder des Tourismus- und Kulturausschusses. Dazu hat auch der Campingplatz Schweinmühle mit 1449 Ankünften und 9412 Übernachtungen beigetragen. Eine 100-prozentige Auslastung wird es in der Stadt nicht geben. "Wir sind keine typische Urlaubsregion", sagte Budnik.

Er berichtete von einer Hotel-Besichtigung mit der Kreistagsfraktion in Moosbach. Die Betreiber hätten bestätigt, das eine 70-prozentige Auslastung sehr gut sei. Früher habe man eine Woche plus X gerechnet. "Unsere Übernachtungsgäste bleiben nicht so lange", sagte Budnik. Windischeschenbach habe mehr Wander- und Radtouristen mit kurzerer Verweildauer von einem oder zwei Tagen.

Camper bleiben länger

Was der Verlust des "Oberpfälzer Hofs" bedeutet, in dem vor allem viele Monteure übernachtet haben, könne man erst im nächsten Jahr sagen. Eine Ausnahme bildet die Schweinmühle. Hier bleiben die Camper länger als nur ein paar Tage. "Und sie kommen immer wieder", fügte Hans Senft hinzu. In die Innenstadt zieht es sie weniger. "Sie kaufen in den Märkten ein und gehen vielleicht noch am Zoigl", sagt Senft. Das Freibad sei "toll", aber in der Hauptstraße sei "nichts los", gibt er die Aussagen seiner Urlauber weiter.

Das Geo-Zentrum an der KTB verzeichnete im vergangenen Jahr (21 319) weniger Besucher als 2016 (24 192). Diese Zahl würde aber immer wieder schwanken. Bei den Erwachsenen bleiben die Besuche etwa gleich, lediglich bei den Schulklassen ließe sich nicht vorhersagen, wie viele das Angebot in Anspruch nehmen. Das Waldnaabtal-Museum hatte nach einem Durchhänger 2014 mit nur 250 Besuchern wieder zugelegt. 2017 waren es mit 408 Besuchern zwar weniger als noch im Jahr 2016 (480), dennoch können sich die Zahlen sehen lassen.

Führungen gefragt

43 Stadt- und Brauhausführungen mit 723 Teilnehmern gab es 2016. Im Jahr darauf waren es nur 27 Führungen mit 590 Interessenten. Durch das Waldnaabtal-Museum ließen sich 2017 231 Personen (2016/143) führen. Bei den Zoiglwanderungen erhöhte sich die Anzahl der Gäste von 297 (2016) auf 386 (2017). Dieser Tagesausflug kann Freitag, Samstag oder Sonntag gebucht werden.

Los geht's mit der Besichtigung des Kommunbrauhauses und einem Frühschoppen. Dann marschiert die Gruppe ins Waldnaabtal zur Blockhütte. Ein Bus holt die Wanderer am späten Nachmittag am Parkplatz in Ödwalpersreuth ab. Mit einem Dämmerschoppen in einer Zoiglstube klingt der Tag aus.

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