26.05.2017 - 13:30 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Jesper Munk begeistert das Publikum im Schafferhof Ein Wunderkind wird erwachsen

Den coolen Namen hat Jesper Munk von seiner dänischen Mutter. Die musikalische Früherziehung gab es vom Vater Rainer Germann, selbst Musiker. Die Fähigkeit, mit Blues, Rock und Soul einen Saal aufzumischen, liegt ihm im Blut. So auch im Schafferhof.

Jesper Munk im Schafferhof war mal ruhig und mal rockig. Bild: Otto
von Autor OTJProfil

Im Klima einer finnischen Schwitz-Hütte zeigte er von Anfang an, weshalb er als Wunderkind gefeiert wurde, und heute von den Kritikern als großartiger Künstler gelobt wird. Sogar die "Bravo", nicht eben bekannt als Verfechter handgemachten Blues-Rock, schrieb über ihn: "Einzigartige Neuentdeckung".

Bei Major-Label

Das Major-Label "Warner" hat sich den jungen Künstler auch schon an Bord geholt. Raus aus der Komfortzone eines Wunderkindes - erwachsen werden. Munk hat sich so seine Nische geschaffen, die viele Künstler im Singer-Songwriter-Genre anstreben: Irgendwo zwischen Blues, Rock und Motown Soul. Mit einer Stimme, die mal so klingt wie 100 Gläser zwölfjähriger Single-Malt-Whisky und mal schnurrt wie ein Kätzchen.

Seine Gäste empfängt der in München geborene Charismatiker solo am E-Piano, lobt das Zoigl und legt ganz entspannt los - recht ruhig, recht retro, ein Crooner der Jetztzeit, sozusagen. Was er da an den Tasten macht und wie er dazu singt, ist unerhört - im positivsten aller Sinne. Stimmung? Bestens.

Der Funke springt sofort über, was auch den räumlichen Gegebenheiten im Schafferhof geschuldet ist - die Distanz zwischen Künstler und Publikum entspricht etwa einer Armlänge. Aber Jesper Munk hat auch eine ganz andere Seite.

Frisch, authentisch, intuitiv

Wenn sich die Band zu ihm gesellt, ist Schluss mit Entspanntheit. Dann wird es schneller, lauter - garagenrockig sogar. Es macht einfach gute Laune, diesen Vollblutmusikern dabei zuzusehen, wie sie Spaß haben.

Das lässt dann auch das Raumklima vergessen, das aus dem sommerlichen Mississippi-Delta importiert scheint. Das Publikum lässt sich gefangen nehmen. Von einem jungen Mann mit vielen unterschiedlichen Sounds, die aber nie frankensteinesk zusammengepuzzelt wirken, sondern immer wieder frisch, authentisch und intuitiv daherkommen.

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