05.03.2018 - 09:37 Uhr
Windischeschenbach

"Monobo Son" präsentiert am Schafferhof neue CD [Video] Am Zoigl und beim Scheißen sind alle Menschen gleich

Gleich nach dem furiosen Tourauftakt im heimatlichen Chiemgau führt die Musiker von „Monobo Son“ der Weg schnurstracks nach Neuhaus. Der Schafferhof ist ihnen nicht unbekannt und Gäste haben sie für die Zuhörer auch mitgebracht.

von Roland WellenhöferProfil

 
Schon zum dritten Mal machte Manuel Winbeck auf der Tenne Station. Nach einjähriger Abstinenz sind die fünf Musiker der „Band mit dem komischen Namen“, wie sie selbstironisch sagen, zurück auf der Bühne. Die Zwischenzeit verbrachten sie wohl auf dem Häusl und holten sich die Inspiration für das neue Album. Dem gaben sie kurzerhand den Namen „Scheißen“. Hinter dem anrüchigen Titel steckt keine provokante These, sondern die einfache Erkenntnis, dass auf dem „Thron“ alle Menschen gleich sind – egal ob arm ob reich.

Nach der schöpferischen Pause präsentierten sie dem Oberpfälzer Publikum die nagelneue Scheibe. Die aus dem Titelsong gewonnenen Erkenntnisse passen zu den Gepflogenheiten in einer Zoiglstube. Denn auch hier gibt es keine Standesunterschiede.

Doch vor dem Hauptakt heizten erst einmal „Gringo Bavaria“ dem Publikum ein. Die fünf Niederbayern machten mit einer stimmigen Performance mit mehrstimmigem Gesang und zwei ordentlichen Stromgitarren richtig Dampf im Kessel.
Die Gäste waren quasi schon auf Betriebstemperatur, als „Monobo Son“ auf die Bühne kamen. Der quirlige Frontmann Manu Winbeck wechselte nimmermüde zwischen Gesang und Posaune, sein Bruder Johannes begleitete ihn mit der Tuba. Beide fetzten barfuß auf der Bühne – LaBrassBanda lässt grüßen.

Der „Aristokrat in der Band“ Wolfgang (Wolfi) Schlick, weckte mit seinen leisen Querflötentönen Erinnerungen an Jethro Tull, brillierte daneben auch am Saxofon und an der Tuba. Severin Rauch am Schlagzeug zeigte sein ganzes Können bei einem vom Publikum bejubelten psychedelischen Solo über gefühlte 27 Minuten. Der „Neue“ in der Band, Gitarrist Benedikt (Bene) Dorn, stellte bei Solis nicht nur unter Beweis, dass er sein Instrument absolut beherrscht, sondern auch, dass er gleich dem Topf zum Deckel ganz wunderbar in die Band passt. Seit er dabei ist klingt die Band wieder ein bisschen anders.So unterschiedlich wie die musikalische Herkunft der Bandmitglieder sind auch die Songs. Sie leben von der oft derben aber stets treffsicheren Ausdrucksweise der bayerischen Sprache und eben von verschiedenen Stilrichtungen. Musik zwischen Jazz, Latin-Groove, Hip-Hop und Blasmusik. Die sechs Stücke der EP erzählen Geschichten direkt aus dem echten Leben.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp