15.02.2018 - 20:00 Uhr
Windischeschenbach

Schafferhof-Programm reicht von "Kofelgschroa" über "Kaisers Salonorchester" bis zu Zither und ... Anekdoten vom Wirt für die Künstler

Neuhaus. "Wenn ich ins Erzählen komme, kann das auch mal mit der Geschichte von der Tante Traudi enden", schmunzelt Reinhard Fütterer. Bis kurz vor 3 Uhr saß er nach dem Konzertauftakt 2018 mit den Musikern von "Fenzl" um Ex-"Django3000"-Bassisten Michael Unfried Fenzl in der Schafferhoftenne zusammen. Die Bedingungen, gute Bands hierher zu bringen, sind gut in Windischeschenbach - und das nicht nur wegen der Anekdoten des Wirts. So ist die Übernachtung nur 100 Meter vom Bühneneingang entfernt.

Werner Schick, Lukas Höllerer und Reinhard Fütterer kümmern sich um ein gutes Musikprogramm im Schafferhof. Bild: ui
von Uwe Ibl Kontakt Profil

"Manche Musiker machen später hier Kurzurlaub, kommen mit ihren Familien vorbei, gehen zum Zoigl oder ins Waldnaabtal." Dazu kommt bei Konzerten der enge Kontakt zum Publikum in den Pausen und nach den Auftritten. Die oft abstrusen Bedingungen in den Verträgen erweisen sich im Schafferhof meist als Luftnummer. "Klar stellen wir ihnen eine Obstschale hin oder irgendein besonderes Wasser, aber wenn sie den Zoigl sehen, brauchen sie das meist nicht mehr."

Damit "Kofelgschroa" am Freitag, 4. Mai, "Baby Palace" am Dienstag, 2. Oktober, "Dreiviertelblut" am Freitag, 12. Oktober, und all die anderen derzeit etwa 25 Bands und Künstler kommen, ist viel Arbeit nötig. "Es hängt viel Organisation dran mit Mails, Vorbereitungen und Übernachtungsbuchungen", beschreibt Konzertmanager Lukas Höllerer den Aufwand. Lohnenswert macht den das Publikum, das im Schnitt aus einem Umkreis von 100 Kilometern anreist. "Ältere fahren oft nicht gleich nach Hause, sondern übernachten", weiß Fütterer aus vielen Gesprächen.

Die Kulturlandschaft in der Region beschreibt Höllerer als schwierig. Neues sei vielen oft schwer nahezubringen. Auf der anderen Seite gehöre es bei einigen zur Freizeitbeschäftigung dazu, einfach mal ein Konzert zu besuchen, obwohl sie gar nicht so genau wissen, was auf sie zukomme.

Zur Auswahl stehen beispielsweise am Sonntag, 4. März, "Kaisers Salonorchester" mit dem Weidener Jeremias Kaiser, oder am Samstag, 7. April, Jo Strauß mit einer Musik-Kabarett-Kombination. Steffi Denk präsentiert am Montag, 30. April "Undenkbar". Die Bayerische Nacht beginnt am Samstag, 22. September um 19 Uhr. In der zweiten Jahreshälfte geht es weiter mit Stephan Zinner (Freitag, 19. Oktober), "Ciao Weiss-Blau" (Freitag, 9. November), "Zither meets Louis Armstrong" (Sonntag, 11. November), Helmut A. Binser (Freitag, 16. November), der "Metro Big Band" (Samstag, 17. November) und Hubert Treml (Sonntag, 18 November) sowie weiteren Künstlern. Und immer wieder kann sich der Blick ins Internet lohnen. Ergänzungen des Programms um interessante Gäste sind gar nicht so selten. Kultur Seite 35

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