Viel Kultur am Schafferhof 2018
Banda-Solisten im Dopplepack

Die Band "Monobo Son" macht generationsübergreifende Musik und passt somit optimal zur Philosophie des Zoigls. Bild: Felix Pitscheneder
Kultur
Windischeschenbach
15.02.2018
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"Wir wollen gute Gastgeber sein für Besucher und Künstler." Reinhard "Kitty" Fütterer sprüht vor Begeisterung. Offenbar geht das Konzept auf. Die Musiker kommen gerne in den Schafferhof - einer heuer sogar zu einem Konzert, das 2018 einzigartig ist auf bayerischem Boden.

Stefan Dettl, der Frontmann von La Brass Banda, kündigt nach längerer Pause als Solokünstler zwei Auftritte im Freistaat an. Einen auf einem Dampfer auf dem Chiemsee und den anderen am Pfingstmontag, 21. Mai, im Schafferhof. "Er hat sich an das Konzert mit La Brass Banda vor neun Jahren erinnert", freut sich Lukas Höllerer. Zusammen mit Werner Schick erarbeitet er das Programm für die Tenne. Posaunist Manuel Winbeck stand mit der Blasmusik-Gruppe ebenfalls 2009 mit auf der Schafferhofbühne. "Bis halb sechs in der Früh spielte er mit den anderen Bandmitgliedern in der Zoiglstube weiter."

Für alle Generationen

Das wusste nicht nur der Wirt sondern auch der Musiker, als er anrief. Am Donnerstag, 1. März, schaut er mit dem Soloprojekt "Monobo Son" wieder vorbei. Die veranstaltet Höllerer bereits zum dritten Mal. "Bei den ersten Kontakten war ich so aufgeregt, dass ich eine Projektarbeit in der Berufsschule habe sausenlassen", bekennt er. Er stehe für ein generationsübergreifendes Angebot, betont Höllerer. "Das entspricht der Philosophie des Zoigls." Dazu passt "Monobo Son" optimal. Luckys Mama wünscht sich, dass die Band zu ihrem 60. Geburtstag spielt.

Seit Höllerer das Programm mitgestaltet, ist der Altersdurchschnitt gesunken. "Lucky ist dabei, weil er jung ist und Gas gibt", sagt Fütterer über den Veranstaltungsmanager, der in Weiden mit dem Sündikat für frischen Wind in der Kulturszene sorgt. Im Schnitt sei das Publikum am Schafferhof seit Jahren um die 50.

"Wir haben so viele Bands, die schon da waren, und wiederkommen wollen - aber frühestens nach drei Jahren", schränkt der Zoiglwirt ein. In diesem Segment hat Schick drei Urgesteine erneut verpflichtet, "die uns und dem Publikum immer wieder gefallen": am Freitag, 23. Februar "The Stimulators", Willy Michl am Sonntag, 27. Mai, sowie am Samstag, 20. Oktober "Sacco & Mancetti". Ausnahme von der Drei-Jahres-Regel sind die "Christmas Classics" im Dezember als Dauerbrenner.

Erlesene Auswahl

"Wenn die Veranstaltung am Schafferhof ist, ist sie toll." Für Höllerer ist das eines der tollsten Komplimente der Gäste, aber auch eine Gefahr. "Das Argument dreht sich um." Da brauche man gar nicht hingehen, weil es sowieso keine Karten mehr gebe. "Das stimmt nicht", weiß Fütterer. "Eigentlich ist es selten ausverkauft." Er empfiehlt deshalb immer einen Blick in den Vorverkauf oder auf die Schafferhof-Homepage.

Dort finden sich auch die Benefizveranstaltungen. "Zwei wollten wir machen, vier sind es geworden", lacht Fütterer: Bereits am Freitag, 9. März tritt die Rock-Connection für die NT-Hilfsaktion "Lichtblicke" auf. Die Schafferhof-Benefiztage sind dann am Donnerstag, 19. April, ("Theater und Zoigl" - Rotary Club Weiden - Max Reger), am Freitag, 20 April, ("Plötzlich Rund" - Donum Vitae/ sowie am Sonntag, 22. April, ("Bier, Brezen, Bossa Nova mit Blue Note Project" - Hoffnung für Menschen).

Und obwohl aus den geplanten 10 bis 15 Veranstaltungen für 2018 doch wieder rund 25 geworden sind, spricht das Team von einer Reduzierung. Fütterer: "Wir waren schon mal bei 40." Man wolle den Wunsch bei Musikern und Besucher erwecken, dass es etwas Besonderes sei, auf den Schafferhof zu kommen. "Und wir machen uns mehr Gedanken, was wir auswählen", begründet Höllerer, warum nicht mehr jeder freie Termin vergeben werde.
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