13.12.2017 - 20:10 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Zauberhafte Christmas Classics im Schafferhof Neuhaus Ein Rentierschlitten voller Hits

Da steht doch tatsächlich eine Weihnachtsfrau auf der Bühne und macht Unsinn! Oder besser: "Mrs. Santa". Steffi Denk mit roter Mütze und langem Rock, Markus Engelstaeder im Sternchensakko, die "Divettes" im knappen Schwarzen sowie die Band aus lauter Spitzenmusikern bringen Weihnachtsstimmung in den ausverkauften Schafferhof.

von Autor gagProfil

Neuhaus. (gge) "Rudolph", Rentier mit der roten Nase, galoppierte voran, um "Mister Santa" zu den Kindern zu bringen. Das Lied hatten die "Chordettes" kurzerhand aus ihrem Original "Mr. Sandman" umgeschrieben. "Bam-bam-bam" echoten die drei "Divettes" (Annika Fischer, Esther Baar, Margot Gerlitz), begleitet von den Top-Instrumentalisten Bernd Meyer (Keyboard), Uli Zrenner-Wolkenstein (Bass), Andreas Blüml (Gitarre), Möpl Jungmayer (Sax) und Gerwin Eisenhauer (Schlagzeug).

Herrlich albern und humorvoll moderierte Steffi Denk in allen möglichen Dialekten. Hingebungsvoll schmolz sie mit Markus Engelstaedter dahin bei Michael Boltons "This ist the Time". Doch lange dauerte der Frieden nicht. Mit Rock 'n' Roll donnerte der Polarexpress durch die Sitzreihen. Von Gospel bis Rock, von Weihnachtslied bis Ballade war alles dabei, was dem Publikum Freude bereitete. Gänsehaut erzeugte Engel-staedter mit dem sehr ergreifenden "In the living years" von Mike and The Mechanics .

Doch das Publikum war schon wieder gespannt, mit welchem Dialekt Steffi Denk den nächsten Song ankündigt. Dazu bewies sie sich auch als klasse Stimmenimitatorin, mit einer Bandbreite von Inge Meysel bis Marylin Monroe und mit viel Schalk im Nacken. Die Zuschauer lachten Tränen. Auch als Denk nach Russisch, Schwäbisch oder Englisch breitestes Oberpfälzisch nachlegte. Damit keiner sagen könne, "Last Christmas waar niat dabaa gwen" kam selbstverständlich ein ausführliches Weihnachtsmedley, gespickt mit Hits wie "Let it snow", "Winter Wonderland", "Driving home for Christmas" und natürlich "Last Christmas".

Waren nach der Pause die Männer erst einmal allein auf der Bühne, um den Bing-Crosby-Schinken "It's Beginning to look a lot like Christmas" aus dem Christmas-Songbook zu präsentieren, wurde es mit Frauenpower sofort flotter. "Jingle Bells" tönte es von der Bühne. Zauberhaft sangen die "Divettes" den Background-Chor samt dem "Tsching-tschingeling" der Schlittenglöckchen und umgarnten den Saxophonisten Möpl Jungmayer. Eine gigantische Version von "The Power of Love" schloss sich an, solo gesungen von Markus Engelstaedter, mit tollem Gitarrenteil von Andreas Blüml.

Erneut brüllte das Publikum vor Lachen, als Steffi Denk umwerfend komisch mit Sängerin Margot Gerlitz ein Interview spielte: Uff Schwäbisch g'schwätzet, natürlich! Denn Gerlitz kommt aus Ulm. Und das Publikum war zum Schluss schwer davon zu überzeugen, dass dieses tolle Weihnachtskonzert nach den Zugaben tatsächlich zu Ende war.

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