19.06.2004 - 00:00 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

20 Jahre Jugendtagungshaus Stützelvilla: Das Hausmeister-Ehepaar Baumann ist seit Anfang dabei: Aus dem Teenager-Alter heraus

Mit 20 Jahren ist das Jugendtagungshaus Stützelvilla nun aus dem Teenager-Alter heraus. Am Sonntag wird der Geburtstag gebührend gefeiert. Grund, stolz zu sein, haben auch Hausmeister Bernhard Baumann und seine Frau Margarete. Sie kümmern sich von Anfang an um die Anlage.

von Thorsten Schreiber Kontakt Profil

"Es ist schon ein super Gefühl, seit 20 Jahren dabei zu sein, ich bedauere keinen einzigen Tag", sagt der 53-Jährige. Natürlich habe es in der Zeit immer wieder Höhen und Tiefen gegeben. "Aber die vergisst man und behält die schönen Momente in Erinnerung", findet der Hausmeister.

Besonders im Gedächtnis blieb Baumann eine Gruppe französischer Jugendlicher, die vor etwa 15 Jahren in der Stützelvilla Station machte. "Die haben recht gefeiert, das war ein Riesen-Remmidemmi." Die Gäste hätten unter anderem "die Wände der Gänge im Mitteltrakt mit Klopapier vollgekleistert", erinnert sich seine Frau. Am nächsten Tag habe es ein böses Erwachen gegeben.

Reibungsloser Umgang

Insgesamt verläuft der Umgang mit jungen Leuten aber reibungslos. Die Baumanns haben selbst zwei Kinder und damit in dieser Hinsicht Erfahrung. Es sei "immer schön, Jugendgruppen kennen zu lernen. So bleibt man jung, da wirst du nicht alt", meint Margarete Baumann.

Auch mit internationalen Besuchern gebe es keine Probleme. Schade sei nur, dass "man von der ausländischen Kultur weniger mitbekommt, eigentlich nur im Vorbeigehen", bedauert sie. Da helfe nur, selbst die Initiative zu ergreifen und "gezielt nachfragen, was die Jugendlichen in ihren Ländern so machen", fügt ihr Mann hinzu.

Ihm gefällt die Arbeit. Er war schon früher bei der CAJ in der Jugendarbeit engagiert. Zu seinem Job kam der gelernte Maler und Fußbodenleger, als er Anfang der 80er Jahre in der Stützelvilla im Auftrag einer Firma arbeitete. Damals sei er "darauf gekommen, sich als Hausmeister zu bewerben, so ist das dann ins Laufen gekommen", erinnert sich der Windischeschenbacher.

Unter 28 Bewerbern sei er mit fünf anderen in die engere Auswahl gekommen und habe die Stelle schließlich bekommen. Gefragt sei ein handwerklich begabter Mann gewesen. Und der damalige Jugendpfleger Gerd Näger "hat bestimmt auch mit geholfen", vermutet Baumann.

Lob an Kreisjugendring

Wenn die Gesundheit mitspielt, wollen die beiden "noch zehn, zwölf Jahre weitermachen, eben bis zur Rente", sagt Bernhard Baumann. Vor allem auch, weil die Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring als Betriebsträger so gut funktioniere: "Mit der Vorstandschaft kann man jederzeit reden, wenn mal etwas ist. Sie lässt uns sehr viel Spielraum, es ist auch genügend Vertrauen und Erfahrung auf beiden Seiten da."

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