Bundeskinderschutzgesetz: Kreisjugendring sagt Ja zum erweiterten Führungszeugnis für ...
Sexuellem Missbrauch vorbeugen

Lokales
Windischeschenbach
27.04.2013
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Der Kreisjugendring Neustadt investierte 2012 in und für die Jugendarbeit im Landkreis 667 040 Euro. Darin sind die Ausgaben für den Betrieb des Jugendtagungshauses Stützelvilla mit 453 203 Euro enthalten. Zu den neuen Kinderschutzbestimmungen mit dem erweiterten Führungszeugnis für Ehrenamtliche kommt vom Kreisjugendring ein klares Ja.

In der Frühjahrsvollversammlung in der Stützelvilla ging Vorsitzender Martin Neumann zunächst auf die Veranstaltungen seit der Herbstvollversammlung ein und stellte das neue Sommerprogramm vor, darunter Sprachreisen nach England, Kanutouren und die Dance-Akademie.

Stützelvilla: neues Logo

Bei der Stützelvilla wurde umfangreich in die Ausstattung investiert. Momentan wird die Werbung intensiviert (neues Logo, Flyer). Der Kooperationspartner Extratouren (Anbieter des erlebnispädagogischen Programms im Klettergarten, Bogenschießen) heißt jetzt VEZ e.V. Weitere Schwerpunkte waren die Drogenpräventions-Initiative "Need no Speed" und das Fifty-Fifty-Taxi. Der Sprecher des Arbeitskreises Operation Friendship, Karl Prell, berichtete von der kürzlich stattgefundenen internationalen Tagung in Ungarn und dem Sommerprogramm 2013 mit Reisen in die USA und auf die Krim (Ukraine). Beide sind bereits ausgebucht. Für Besucher aus Ungarn und Estland werden noch Gastfamilien gesucht.
Die Jahresrechnung 2012 trug Claudia Prößl vor. Es gab keine größeren Abweichungen vom Haushaltsplan 2012. Die Rechnung weist Einnahmen und Ausgaben von 667040 Euro (Vorjahr 637747) aus, ist also ausgeglichen. Die Gesamterhöhung beruht hauptsächlich auf einer Steigerung der Einnahmen und Ausgaben beim Jugendtagungshaus Stützelvilla. Die Ein- und Ausgaben bei der Geschäftsstelle, den Gremien und den Aktivitäten (Veranstaltungen, Projekte, Fifty-fifty-Taxi) lagen fast alle im geplanten Rahmen des Haushalts. Die Einnahmen und Ausgaben aus der Initiative Need no Speed (die gesamte Kontoführung liegt hier beim Neustädter KJR) waren im Haushalt nicht eingeplant, decken sich aber.

Durch die guten Belegungszahlen waren die Einnahmen im Bereich Tagungshaus höher. Allerdings stiegen dadurch auch die Kosten (Personal, Lebensmittel). In die Ausstattung wurden 35 000 Euro investiert, wofür es einen Zuschuss vom Bezirksjugendring über 7100 Euro gab. Das Defizit lag bei 63 168 Euro (Vorjahr 69 490). Beim Zeltplatz in Georgenberg gab es ein kleines Defizit von 619 Euro. Regierungsdirektor Bernhard Steghöfer vom Landratsamt berichtete, dass der Jugendhilfeausschuss den Antrag des Kreisjugendrings auf Erhöhung des Zuschusses von 32 000 auf 40 000 Euro abgesegnet habe.
Kreisrat Uli Grötsch (SPD) begrüßte auch im Namen seines Kollegen Gerd Steiner (Freie Wähler) besonders die Initiative "Need No Speed" und die gute Zusammenarbeit der Jugendringe Neustadt , Tirschenreuth und Weiden. Windischeschenbachs stellvertretender Bürgermeister Karlheinz Budnik hob die Arbeit im Jugendtagungshaus hervor. Die gute Auslastung komme auch der Tourismus-Statistik der Stadt zugute.

Jürgen Preisinger, stellvertretender Vorsitzender des Bezirksjugendrings Oberpfalz und Vorsitzender des Kreisjugendrings Tirschenreuth, lobte das umfangreiche Programmangebot des KJR Neustadt. Er stellte die Broschüre "Fair-ökologisch-nachhaltig" des Bezirksjugendringes vor und wies auf das Jufinale (Jugendfilmfest) am 23. November im Cineplanet Tirschenreuth hin. Sabine Graßl vom Stadtjugendring Weiden verwies auf das 20-jährige Bestehen des Kinderbürgerfestes am 21. Juli und warb für die Anne-Frank-Ausstellung vom 2. Oktober bis 2. November im Neuen Rathaus.

Keine Vorstrafen


Der Leiter des Kreisjugendamtes, Klaus Egelseer, informierte über das Bundeskinderschutzgesetz, wonach nun auch alle Ehrenamtlichen, die Kinder oder Jugendliche betreuen, durch ein erweitertes Führungszeugnis (eFZ) nachweisen müssten. Dies besage, dass gegen sie keine Vorstrafen im Bereich sexuellem Missbrauch vorliegen (wir berichteten). Das Kreisjugendamt müsse mit allen Verbänden entsprechende Vereinbarungen abschließen. Die Verbände müssten ihre Ehrenamtlichen dann auffordern, diese erweiterten Führungszeugnisse bei der Meldebehörde zu beantragen. Der Kreisjugendring sieht darin für seinen Bereich kein Problem und wird dies auch umsetzen.
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