20.08.2014 - 00:00 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Durch brutale Tierquälerei kommt Kater "Charlie" ums Leben - Polizei bittet um Mithilfe "Er war für mich wie ein Kind"

Jeden Abend, wenn Karl-Heinz Wagner seinen geliebten "Charlie" zurück ins Haus gerufen hat, kam dieser sofort angelaufen. Doch am vergangenen Sonntag war alles anders. Der 64-Jährige fand den schwarzen Kater blutend im Hausflur. Er war von einem oder mehreren Unbekannten so schwer misshandelt worden, dass er dies nicht überlebte. Nun ermittelt die Polizei, wer zu so einer grausamen Tat fähig ist.

Den treuherzigen Blick des dreijährigen Katers, der glänzend schwarzes Fell hatte, wird sein Besitzer wohl nie vergessen. Bild: hfz
von Autor RÖLProfil

Anscheinend hat sich der Kater noch mit letzter Kraft nach Hause schleppen können. Im Treppenhaus verließen ihn aber die Kräfte. Jemand hat "Charlie" den Schwanz abgeschnitten und ihn damit die böse Verletzung zugefügt. Schwer blutend fand ihn dann am Sonntagabend sein Herrchen und fuhr sofort zum Tierarzt. Doch der Mediziner konnte nichts mehr für ihn tun. Der fast vierjährige Kater musste eingeschläfert werden.

"Charlie" war in der ganzen Straße bekannt und beliebt. Personen, die er kannte, durften ihn streicheln. Fremden gegenüber war er aber eher ängstlich. Die häusliche Katze war auch immer nur für ein paar Stunden draußen. Den Rest des Tages verbrachte sie bei ihrem Herrchen, das sie auf Schritt und Tritt begleitete.

Als "Charlie" zwei Monate alt war, bekam Wagner ihn von seinem Enkel. "Seitdem war 'Charlie' ein Familienmitglied für mich", erzählte der 64-Jährige, der kurz vor der Rente steht. Ansonsten vergleicht er den Kater mit einem Hund. "Er war gut erzogen und für eine Katze sehr anhänglich." Wagner und "Charlie" gingen oft zusammen spazieren. Natürlich wurde die Mieze von ihrem alleinlebenden Herrchen auch ab und zu verwöhnt. Sahne und Vanilleeis zählten zu ihren Leibspeisen, und zu trinken gab es jeden Tag Katzenmilch. Die Treppe ließ sich der Kater meistens hinauftragen. Ab und zu brachte er einen Freund mit zum Essen - eine Katze mit rotem Fell.

In die Trauer über den Tod seines Lieblings mischt sich nun auch Wut. "Wer ist nur zu so etwas fähig?", fragt Wagner. Am Montag fand er "Charlies" Schwanz am Akaziensteig in der Nähe der Stützelvilla. Vermutlich geschah dort auch die grausame Tat.

"Charlie" war wohl nicht das erste Opfer des Tierquälers. "In letzter Zeit sind einige schwarze Katzen unter ungeklärten Umständen zu Tode gekommen", weiß der Tierfreund. Der Polizei liegen aber keine Anzeigen vor. Wagner will alle Leute in der Gegend warnen, die eine schwarze Katze besitzen. Sofern "Charlie" kein Einzelfall war, ist es wichtig, den oder die Täter schnellstens ausfindig zu machen. Die Polizei bittet unter Telefon 09681/91100 um Hinweise.

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