Firmen anscheinend gut ausgelastet - Stadt muss für Aufträge tief in die Tasche greifen
Ausschreibungen immer teurer

Lokales
Windischeschenbach
15.04.2013
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Die Errichtung des Regenüberlaufs in der Rundschleifstraße und der Ausbau der Pfarrer-Hof-Straße standen im Stadtrat zur Vergabe an. Fünf Angebote lagen vor. Für Los 1 (Abwasseranlage und Wasserleitung Rundschleifstraße, Wasserleitung Pfarrer-Hof-Straße) kommt die Firma Wilhelm Bauer aus Erbendorf für 464 898 Euro zum Zug. Dieser Betrag liegt um 145 709,75 Euro über der Kostenberechnung. Gründe dafür könnten sein, dass zusätzliche Leistungen hinzugekommen sind.

Zudem scheint der Markt für derartige Arbeiten in der Region so gesättigt zu sein, dass die Unternehmen höhere Preise fordern können. Dafür spreche auch, dass insgesamt nur drei Angebote eingegangen waren, obwohl die Arbeiten bayernweit ausgeschrieben waren.

Für Los 2 war die Firma Hans Braun aus Weiden mit 206 184,45 Euro günstigste Bieterin. Hier liegt der Ansatz etwa 5 Prozent unter der Kostenberechnung. Für beide Lose sind im Haushaltsplan 2013 Mittel in Höhe von 605 260 Euro eingestellt. Somit ergibt sich eine Kostenüberschreitung von 65 822,52 Euro. Allerdings werden die Schlussrechnungen erst 2014 erwartet, so dass die zusätzlichen Mittel im kommenden Haushalt bereitgestellt werden.
"Die Zeit der günstigen Ausschreibungen scheint vorbei", sagte zweiter Bürgermeister Karlheinz Budnik. Erfreulich sei, dass die Mehrkosten nicht zulasten der Eigentümer gehe. Werner Sauer (SPD) stellte seine Zustimmung trotz der Mehrkosten in Aussicht. Auch Josef Söllner (FW) zeigte sich bereit, die "bitteren Pillen zu schlucken".

Für die neu errichteten Brandmeldeanlagen in der Schule und im Kindergarten Neuhaus sind Wartungsverträge abzuschließen. Von den Firmen Siemens AG Regensburg (Schule) und Bosch GmbH Bayreuth (Kindergarten) lagen zwei Angebotsvarianten vor. Schließlich wurden die Aufträge erteilt an Siemens (505,10 Euro/Monat) und Bosch (110,85 Euro/Monat).

Die hohen Summen bedauerten alle Fraktionen. Werner Sauer (SPD) schlug vor, künftig schon bei der Ausschreibung von Anlagen auf die Höhe der Wartungskosten zu achten. Bürgermeister Andreas Meier findet es unverständlich, weshalb ältere Gebäude durch Bestandsschutz keine Brandmeldeanlagen brauchten, während für Neubauten dieser wahnsinnige Aufwand nötig sei.

Die Stadt Windischeschenbach muss mindestens sechs Schöffen vorschlagen. Zehn Personen haben sich beworben, die Bewerberliste lag den Stadträten vor. Die Schöffen werden durch einen unabhängigen Wahlausschuss beim Amtsgericht Weiden gewählt.
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