Genossen ziehen in der Jahreshauptversammlung Bilanz - Infos über Arbeit im Stadtrat
SPD stimmt sich aufs Wahljahr ein

Lokales
Windischeschenbach
17.04.2013
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"Auf Windischeschenbach schauen heißt mit vollem Einsatz dabei sein." Unter diesen Leitsatz des SPD-Ortsvereins stellte Reimund Zeitler seinen letzten Jahresbericht als Vorsitzender. In der Jahreshauptversammlung im "Oberpfälzer Hof" informierte er über zahlreiche Veranstaltungen und Unternehmungen.

Viele der Probleme würden einfach so neben her gelöst, ohne großes Aufsehen. Manche erfordern allerdings auch einen Antrag bei der Stadt, "der dann oft als nicht notwendig oder als nicht umsetzbar abgewiegelt wird und aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat abgelehnt wird".

Steter Tropfen

"Aber steter Tropfen höhlt den Stein, wie man zum Beispiel an dem jetzt beschlossenen behindertengerechten Umbau des Rathauses deutlich sieht. Für diesen Umbau hat die SPD-Fraktion bereits 2008 einen Antrag gestellt, der jedoch vollumfänglich mit den Gegenstimmen der CSU und der Freien Wähler abgelehnt wurde", betonte Zeitler. Der Redner wies auch auf das Internetportal www.immo-we.de hin, eine Wohnraumbörse für Windischeschenbach. Hier können Wohnungsanbieter und Suchende kostenlos inserieren und sich informieren über Grundstücke, Ladenflächen, Wohnungsleerstände und mehr. Finanziert wird das Angebot vom SPD-Ortsverein. Zeitler appellierte an die Mitglieder, Werbung für das Portal zu machen.
Auch gesellschaftlich ist der Ortsverein sehr aktiv. Absoluter Höhepunkt ist der Seniorennachmittag im Fasching. Auf dem Programm standen ein Besuch in Flossenbürg, die Teilnahme am Ferienprogramm, ein Wochenende im Bayerischen Wald, die Teilnahme am politischen Aschermittwoch in Vilshofen und vieles mehr. Zeitler dankte am Schluss seiner Ausführungen allen, die ihn die letzten vier Jahre tatkräftig unterstützt und begleitet haben.

Bei vielen Aktionen war die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) mit dabei, wie der Bericht der AsF-Vorsitzenden Maria Adam zeigte. Die Damen unternehmen einiges in Eigenregie, wobei die Rommee-Abende hervorzuheben sind. Hinzukommen eine Muttertagsaktion, die Beteiligung am Bürgerfest, der Besuch der Buchhandlung Stangl & Taubald sowie eine Geldspende an die Stadtbücherei. Als nächstes steht ein Besuch in der Gärtnerei Hausner auf dem Programm. Adam bezeichnete die AsF als "unternehmungslustige Gruppe, in der jederzeit Frauenpower willkommen ist".
Die Arbeit im Stadtrat wurde von Fraktionssprecher Werner Sauer beleuchtet. Den oft zu hörenden Satz "Die SPD verwaltet statt gestaltet", wies Sauer energisch zurück. Anhand zahlreicher Beispiele belegte er, "dass die SPD mit Weitsicht geplant und richtig gehandelt hat. Vieles hat es schon zu Zeiten der SPD gegeben und ist deshalb keine Erfindung der CSU". An Beispielen nannte Sauer das Freibad, die Mehrzweckhalle, das Baugebiet "Hofzelch" oder das Gewerbegebiet in Neuhaus. "Anträge, die von der SPD-Fraktion gestellt werden, werden von den CSU-Räten abgelehnt mit der Begründung, dass sie nicht umsetzbar sind. Später tauchen die Vorschläge wieder auf und werden als die Idee der CSU gepriesen. Aber wir bleiben dran", sagte der Fraktionssprecher. Auch Reimund Zeitler betonte: "Es ist wichtig, dass die SPD bei den nächsten Wahlen wieder eine respektable Stärke im Stadtrat bekommt. Denn nur dadurch kann man im Stadtrat die eigenen Vorstellungen auch sicher durchsetzen."

Region nicht ausbluten

Berthold Kellner, Landtagskandidat im Wahlkreis Tirschenreuth, befasste sich mit dem Landesentwicklungsplan. "Die Entwicklung Bayerns hängt von Stadt und Land ab und muss zusammengeführt werden." Anhand zahlreicher Beispiele zeigte Kellner auf, in welchen Bereichen die Region im besonderen abgehängt ist. "Es geht um gleiche Lebensbedingungen in Stadt und Land. Die Region darf nicht ausbluten, weshalb wir eine aktive Politik, die den demografischen Wandel berücksichtigt, brauchen. Wir hoffen, dass die CSU nicht wieder umfällt und Seehofer nicht wieder zum Drehhofer wird."
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