14.08.2014 - 00:00 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Junge Forscher erkunden die Steinzeit und die Besonderheiten der Erde im Geo-Zentrum an der KTB Zu Besuch bei den Feuersteins

(röl/jhe) Jagen, Beeren sammeln und in Höhlen leben, daran denkt man zuerst, wenn es um das Leben in der Steinzeit geht. 21 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren wollten am "Tag der Steinzeit" im Geo-Zentrum an der KTB aber tiefere Einblicke gewinnen.

Stolz über ihren Erfolg, ein Lagerfeuer ohne Feuerzeug und Zündhölzer entfacht zu haben, backen die Kinder ihr Stockbrot über der Glut.
von Redaktion OnetzProfil

Die Mädchen und Buben aus den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth sind darauf durch den Veranstaltungskalender des Geo-Zentrums aufmerksam geworden.

Sie bastelten Kleidung aus Jutesäcken, um sich so stilecht auf Zeitreise in die Welt der Familie Feuerstein aufzumachen. Manche hatten jedoch zunächst Hemmungen: "Iiih, das stinkt!", weigerten sie sich, die Säcke überzustreifen. Doch weil keiner in Jeans unter Steinzeitmenschen auffallen wollte, hat sich die Scheu schnell gelegt.

Jagd auf Tiger

Im Laufe des Tages bauten die jungen Forscher Schießbögen aus Ästen von Büschen. Mit diesen Waffen machten sie dann Jagd auf Zielscheiben, die Bilder von Säbelzahntigern trugen. Das Lagerfeuer, über dem die Heranwachsenden Stockbrot backten, hatten sie zuvor selbst mit Feuersteinen entzündet.

"Wissen macht Spaß", lautet die Devise von Biologin Andrea Mack. Sie organisiert auch schon mal Kindergeburtstage in der Umweltbildungsstätte. Die Gäste können dabei Fossilien basteln und den Boden mit all seinen Bewohnern unter dem Mikroskop beobachten. Überhaupt arbeitet das Geo-Zentrum viel mit Schulen und Kindergärten zusammen. Die Themen sind gut an die jeweiligen Altersklassen angepasst. Den Kleineren werden spielerisch Steine, Boden und Wetter erklärt. Für die Unter- und Mittelstufe steht Plattentektonik auf dem Programm, und ab der 10. Klasse geht es um Vulkanismus, die Entstehung von Rohstoffen und Erdbeben.

Nicht nur Bayern

Dazu haben sich für September Schulen aus Sachsen und Frankfurt angekündigt. Auch Kinder von tschechischen Bildungseinrichtungen lassen sich sehen. Die Ausstellung über die Erde und ihre Veränderung im Laufe der Zeit, die seit 2008 besteht, kann man ohne einen festen Termin fast jeden Tag im Jahr besuchen. Für viele Kinder und Jugendliche ist der Höhepunkt der Erdbebensimulator, der aber auch den ein oder anderen Erwachsenen mitreißt.

Die nächste Veranstaltung ist am Montag, 8. September. Dann lernen Acht- bis Zwölfjährige das Mikroskopieren anhand von Erde und anderen pflanzlichen Objekten, die man rund um das Geo-Zentrum findet.

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