03.09.2014 - 00:00 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Rathaus-Sanierung bis Ende 2014 - Aufzug für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen Schnelle Wege für Urlauber

Seit 1966/67 steht das Rathaus in der Hauptstraße. Ein damals moderner Bau, auf den die Bürger stolz waren. Inzwischen sind fast 50 Jahre vergangen, eine Zeitspanne, die deutliche Spuren im und am Gebäude hinterlassen hat.

Mit Hochdruck wird am Umbau des Rathauses gearbeitet. Eine Firma aus Chemnitz bringt in den unteren Räumen den Estrich aus. Die Umbaumaßnahme soll bis Ende des Jahres dauern. Dann ist das Rathaus auch behindertengerecht. Bild:ab
von Autor ABProfil

Diese werden zur Zeit beseitigt. Der Stadtrat hat sich einstimmig dafür entschieden, das Rathaus grundlegend zu sanieren und im Januar 2013 das Projekt vorgestellt. Seit April wird nun an dem Vorhaben gearbeitet. Ende 2014 soll das "neue Rathaus" fertig sein.

"Wir liegen im Zeitplan und auch im Kostenrahmen", betonen Bürgermeister Karlheinz Budnik und Geschäftsleiter Wolfgang Walberer, die gleichzeitig auch darauf hinweisen: "Das Rathaus wird fit gemacht für die nächsten Jahrzehnte, wobei vor allem auch ein Schwerpunkt auf behindertengerecht liegt.

Sieben Ebenen

Derzeit besteht das Rathaus aus sieben Ebenen, was die ganze Sache für Rollstuhlfahrer schwierig machte. Der Weg ins Rathaus war für sie ohne tatkräftige Hilfe unmöglich. Doch dieses Problem gehört bald der Vergangenheit an. Auf der Rückseite des Rathauses wird ein Aufzug installiert, der es Gehbehinderten möglich macht, problemlos ins Rathaus zu kommen. Rollatorfahrer, Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen - der Aufzug macht es möglich, dass nach dem Umbau alle Ebenen erreichbar sind, einschließlich Sitzungszimmer, Bücherei oder Trauungszimmer. Im Obergeschoß entsteht auch eine Behindertentoilette.

Umgestaltet wird auch das Innere des Rathauses. Das Tourismusbüro wandert nach unten in die früheren Räume der Stadtkasse. Dafür bekommt die Kommune einen Zuschuss aus dem Topf der Bayerischen Wirtschaftsförderung. Der Kämmerer bezieht ebenfalls im Erdgeschoss sein Büro. Die Stadtbücherei bleibt, wo sie ist.

Brandschutz wichtig

Zum Umbau gehört eine gründliche Sanierung der Haustechnik. Auch der bauliche Brandschutz muss auf den neuesten Stand gebracht werden. Das heißt, ein zweiter baulicher Rettungsweg muss errichtet werden, was durch den Anbau einer Fluchttreppe an der Südseite des Hauses geschieht.

Das Brandschutzkonzept sieht außerdem vor , in den Fluren zum Treppenhaus Rauchschutztüren einzubauen. "Wir haben nach dem Umbau und der Sanierung künftig ein modernes Verwaltungsgebäude, das für alle Bürger erreichbar und zugänglich ist", unterstreichen Bürgermeister und Geschäftsleiter.

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