SPD ehrt treue und engagierte Mitstreiter - Hans Breitschaft 60 Jahre ein "Roter"
Dank an "echte Vorbilder"

Hans Breitschaft (vorne, links) hat seit sechs Jahrzehnten das SPD-Parteibuch. Ihm und den anderen Jubilaren gebührte der Dank der Vorstandschaft. Bild: ab
Lokales
Windischeschenbach
03.05.2013
44
0

Es ist Tradition, dass die SPD am Vorabend des 1. Mai engagierte und treue Mitglieder ehrt. Eine Tradition, die auch in diesem Jahr fortgesetzt wurde und zu der Vorsitzender Stefan Seitz Jubilare in die Brauereigaststätte "Zum Brandl" eingeladen hatte. In seiner Würdigung lobte der Redner die "echten Vorbilder", die sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich betätigten und die nie danach gefragt haben, was ihnen ihr Engagement bringt. Sie lassen die Menschen an das Gute glauben", so Seitz.

Für 25 Jahre Treue zum SPD-Ortsverein wurden ausgezeichnet Annemarie Tögel, Hans-Joachim Schreier und Karin Groher. Für 30 Jahre Bernhard Zeitler und Franz Hutzler sowie für 40 Jahre Josef Albrecht und Marianne Haberzeth. 50 Jahre halten Horst Gradewald und Josef Merther der SPD die Treue. Und sage und schreibe 60 Jahre ist Hans Breitschaft Genosse. "Ein Urgestein, und ich bin stolz, so jemanden zu ehren", betonte Seitz.

Aus dem Gleichgewicht

Er unterstrich Seitz die Notwendigkeit einer "starken Gewerkschaft. "Denn sonst kommt die Gesellschaft aus dem Gleichgewicht. Für uns bedeutet diese Forderung, aktiv zu sein und sich auf die Gemeinschaft zu besinnen und gleichzeitig den Wert der Arbeit ins rechte Licht zu rücken. Denn Arbeit bedeutet nicht nur Geldverdienen, sondern auch Teilhabe am Leben."

In den Mittelpunkt seiner Rede stellte Seitz Moral, Ehre, Patriotismus und Solidarität. "Doch wenn man an die Schlagzeilen der letzten Wochen denkt, braucht man sich nicht wundern, wenn einem diese Worte altmodisch und nostalgisch vorkommen", betonte der Vorsitzende.
"Gute Arbeit - starke Wirtschaft". Unter dieses Motto stellte MdL Annette Karl ihre Festrede, in der sie konkrete Forderungen stellte. Ein flächendeckender Mindestlohn, ein Tariftreue- und Vergabegesetz in Bayern, Begrenzung der wöchentlichen Arbeitszeit und eine bessere Kontrolle der Arbeitsbedingungen gehörten ebenso zu den Forderungen wie die gesetzliche Mindestvergütung für Praktika, Ausbau der Kinderbetreuung, bessere Arbeitsbedingungen, Einführung der Frauenquote und der Einsatz für Inklusion am Arbeitsmarkt.

Als Schlüssel bezeichnete die Landtagsabgeordnete die Bildung. "Die ist ein Grundrecht und darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Der Aufstieg durch Bildung ist schon immer eine Triebfeder sozialdemokratischer und gewerkschaftlicher Politik. Und Bildung muss kostenfrei sein".

Stärkere Tarifverträge

In diesem Zusammenhang forderte Annette Karl den Ausbau der Ganztagsschulen, die Stärkung der Flächentarifverträge und mehr Gerechtigkeit und Fairness auf dem Arbeitsmarkt. Thema der Rede war auch das "Steuersünder-Paradies Bayern", wobei die Rednerin vor allem gegen den Personalmangel bei der bayerischen Steuerverwaltung wetterte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.