26.09.2017 - 20:10 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Areal soll mit ins Städtebauförderprogramm Bruchbude Bahnhof

Von den Wänden bröckelt der Putz. Unzählige Schmierereien verteilen sich auf dem unansehnlichen blassrosa Anstrich. Dort, wo früher einmal Fensterscheiben waren, ragen nur noch vereinzelt Splitter aus dem Rahmen. Der Windischeschenbacher Bahnhof bietet keinen schönen Anblick.

von Michaela Lowak Kontakt Profil

Seit Jahren verfällt das Gebäude mehr und mehr. Das einzig Moderne ist die Digitalanzeige, auf der Uhrzeit und Abfahrtszeiten der Züge zu lesen sind. Der Eigentümer, eine Immobiliengesellschaft aus Düsseldorf, schert sich wenig um den Bahnhof, den er 2012 ersteigert hat. Die Stadt will das nicht länger hinnehmen. Rechtliche Möglichkeiten, der Firma auf die Füße zu treten, gibt es wenige. "Wir können lediglich versuchen, über baurechtliche Auflagen etwas zu erreichen", hofft der Geschäftsleiter der Stadt, Wolfgang Walberer.

Das Gebäude ist leicht zugänglich. Jeder, der es darauf anlegt, könnte in das Haus einsteigen. "Hier besteht eine Gefährdungslage", erklärt Bürgermeister Karlheinz Budnik. "Wir haben deshalb die Bauabteilung des Landratsamtes mit ins Boot geholt."

Die Stadt will Nägel mit Köpfen machen. Das gesamte Viertel rund um den Bahnhof soll zum Untersuchungsgebiet für die Städtebauförderung werden. Im nichtöffentlichen Teil der Stadtratssitzung am Montag, 11. Oktober, werden sich die Vertreter der Planungsbüros vorstellen, die ihre Bewerbungsunterlagen dafür eingereicht haben. Der Schwerpunkt soll auf Leerständen und Industriebrachen liegen.

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